Föderalismus

Gemeinsame Abi-Prüfungen in fünf Ländern geplant

09.12.2010 Artikel

Wie faz.net meldet wollen Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern ihre Abiturprüfungen in Deutsch und Mathematik in Zukunft gemeinsam entwickeln, damit die Prüfungsleistungen vergleichbarer werden. Die einheitlichen Aufgaben sollen in drei Jahren vorliegen.

www.faz.net

Stellungnahme von Wolf-Jürgen Karle, Pressesprecher des Kultusministeriums in Rheinland-Pfalz:

"Nachdem sich die Landes-CDU veranlasst sah, ein Bekenntnis zu zu gemeinsamen länderübergreifenden Grundlagen für das Abitur abzulegen, möchten wir Ihnen die Haltung des Bildungsministeriums Rheinland-Pfalz zu der heute von der Süddeutschen Zeitung berichteten Initiative der fünf Unionsgeführten Länder in dieser Frage nicht vorenthalten:

"Die Weiterentwicklung der bisher geltenden Einheitlichen Prüfungsanforderungen (EPA) für das Abitur zu bundesweit geltenden Bildungsstandards für die allgemeine Hochschulreife hat die Kultusministerkonferenz bereits im Jahr 2007 beschlossen. Das von der KMK gegründete Institut für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) in Berlin arbeitet bereits seit 2008 an diesen Standards - zunächst für die Fächer Deutsch, Mathematik und die erste Fremdsprache - sowie an der Zusammenstellung eines entsprechenden Aufgabenpools. Es ist Konsens aller Länder, diese Standards zu übernehmen und den Aufgabenpool zu nutzen.

Warum fünf Länder dies jetzt in einer gesonderten Vereinbarung festschreiben wollen, erschließt sich nicht, zumal auch die fünf beteiligten Länder nach eigenen Darstellungen keine länderübergreifende einheitliche Abiturprüfung verankern wollen."

Zur Information ist dieser Stellungnahme der KMK-Beschluss aus dem Jahr 2007 beigefügt (PDF).


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