Gesetzentwurf lässt noch Fragen offen
"Die heute vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur vorgestellten Eckdaten für ein "zukunftsfähiges Bildungssystem" lassen noch einige Fragen offen", stellte der Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Rheinland-Pfalz (GEW), Tilman Boehlkau, vor der Presse fest.
11.03.2008 Rheinland-Pfalz Pressemeldung GEW Rheinland-PfalzZukunftsfähig sei nach Ansicht der GEW eine klarere Struktur der Schullandschaft und nicht die vom Ministerium vorgestellte "Zweigliedrigkeit plus". Die neue Schulart "Realschule plus" mit ihren beiden Ausprägungen – "Integrative Realschule" und "Kooperative Realschule" – sei aus Sicht der GEW Rheinland-Pfalz nicht der Weg, die Schullandschaft grundlegend zu verändern und attraktiver zu machen.
"Dass die Integrierte Gesamtschule zur gleichberechtigten Schulart wird, begrüßen wir sehr, denn die Anmeldezahlen zum Schuljahr 2008/2009 bestätigen, dass diese Schulart von den Eltern gewünscht wird", so der GEW-Landesvorsitzende. Begrüßt werde auch die Bereitstellung von zusätzlichen Ressourcen im personellen Bereich sowie die Weiterführung der Schulsozialarbeit an den neuen "Realschulen plus".
"Die Neuregelung für die Leitungsmitglieder in den "Realschulen plus" sowie die einheitliche Besoldung für die Schulleitungsmitglieder entspricht einer Forderung der GEW. Dass es zusätzliche Funktionsstellen für die pädagogische Koordination geben soll, ist ebenfalls positiv zu bewerten", so Boehlkau vor der Presse. Die zusätzliche Ressourcenzuweisung für die individuelle Förderung und schulbezogene Förderkonzepte seien ein Weg in die richtige Richtung. Es müsse aber gewährleistet werden, dass den Anträgen der Schulen entsprochen wird und nicht - wie bei Grundund Hauptschulen in der Vergangenheit geschehen – Gelder für Förderung zurückgehalten werden..
Die "Pädagogischen Schwerpunkte der Realschule plus" ließen sich nach Ansicht der GEW Rheinland-Pfalz auch in einem rein integrativen System realisieren. Boehlkau stellte zum Abschluss seiner Ausführungen fest: "Wenn die Schülerinnen und Schüler bei der Schulstrukturreform gewinnen sollen, wie Ministerin Ahnen ausgeführt hat, dann wäre der Weg zu einem echten gemeinsamen längeren Lernen in einer Schule für Alle der konsequente Weg in die Zukunft gewesen."
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