GEW begrüßt Beschluss des Bildungsausschusses zur Schulentwicklungsplanung
"Die Schulen in Sachsen-Anhalt können aufatmen. Die intensiven Beratungen im Bildungsausschuss und im Bildungskonvent haben sich gelohnt.", kommentierte in einer ersten Reaktion der Landesvorsitzende der GEW, Thomas Lippmann, den gestrigen Beschluss des Bildungsausschusses des Landtages.
16.11.2007 Sachsen-Anhalt Pressemeldung GEW Sachsen-AnhaltDie vom Ausschuss einstimmig getragenen Empfehlungen an die Landesregierung zur Fortschreibung der "Verordnung zur mittelfristigen Schulentwicklungsplanung" werden nach Einschätzung der GEW in aller Regel dazu führen, dass nach den noch zu erwartenden Schulschließungen des kommenden Schuljahres den Schulträgern keine weiteren Schließungsbeschlüsse aufgrund niedriger Schülerzahlen mehr abverlangt werden.
"Dies ist ein Beschluss im Sinne der Schülerinnen und Schüler, der Lehrkräfte und der gesamten Öffentlichkeit. Die Einstimmigkeit im Ausschuss zeigt, dass bildungspolitische Differenzen überwunden werden können, wenn Probleme offen und mit dem Willen zu tragfähigen Lösungen diskutiert werden.", so Lippmann weiter. Er betrachte diesen Beschluss auch als ein hoffnungsvolles Zeichen für die Weiterführung der derzeit stockenden Arbeiten im Bildungskonvent.
Bedenken gäbe es derzeit noch hinsichtlich der Planungsvorschläge für die Gymnasien. Hier muss den Entscheidungsträgern vor Ort, im Landesverwaltungsamt und im Kultusministerium klar werden, dass die aufgezeigten Kooperationsmöglichkeiten weitgehend ausgeschöpft werden müssen, um weitere Schulschließungen auch in dieser Schulform zu vermeiden.
"Kooperationen zur Sicherung der Angebotsvielfalt und Unterrichtsqualität sind für die Schülerinnen und Schüler allemal besser, als immer weitere Schulwege, die die Chancengleichheit der Kinder und Jugendliche verschlechtern und darüber hinaus den für die kommenden Jahre prognostizierten Akademikermangel weiter verstärken", sagte Lippmann uns warnte so vor einer weiteren Ausdünnung des Gymnasialschulnetzes im Lande.
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