GEW: "Eine Schule für Alle" auch nach einem Jahr rot-grüner Koalition auf der Tagesordnung
Der Senat und die Bildungssenatorin Renate Jürgens-Pieper sind mit dem Ziel einer gemeinsamen Schule bis zur 10. Klasse gestartet. Die GEW fordert, Schritte zu diesem Ziel bei den jetzt anstehenden Beratungen der Schulentwicklung umzusetzen und sich von 2-Säulen-Modellen mit Betonierung eigenständiger Gymnasien zu verabschieden.
30.06.2008 Bremen Pressemeldung GEW BremenPositiv wird von der GEW aufgenommen, dass es mittlerweile wieder einen Dialog gibt zwischen der Senatorin und rot-grünen Bildungspolitikern einerseits und den an Bildung Beteiligten und ihren Organisationen wie der GEW andererseits. Dazu gehört auch die öffentlich geführte Diskussion im Fachausschuss Schulentwicklung. Hier hat es aber auch einsame Vorab-Entscheidungen für einzelne Oberstufen (GSO und Findorff) durch die Bildungssenatorin gegeben, die diese gemeinsame Beratung der Schulentwicklung belasten. Ebenso hält die GEW die Vorstellung des senatorischen 2-Säulen-Modells, bevor die Schulstruktur gemeinsam im Fachausschuss beraten wurde, für äußerst problematisch.
Positiv schlägt bei einem Jahr Bilanz der Senatsarbeit zu Buche, dass das Wahlversprechen der Wiedereinführung der Altersteilzeit für Beamten eingelöst wurde, auch wenn für die Beschäftigten die getroffene Regelung unzureichend ist, weil die Altersteilzeit ab 60 Jahren zu spät kommt und von vielen Lehrkräften mit zusätzlichen Gehaltseinbußen gegenüber der früheren Regelung mitfinanziert wird. Negativ ist, dass Senatorin Renate Jürgens-Pieper in den Verhandlungen mit dem Personalrat Schulen zur Reduzierung der Arbeitsbelastung kein wirkliches Entgegenkommen gezeigt hat. Dadurch sind diese Verhandlungen gescheitert. Die Berufszufriedenheit der Lehrkräfte wird sich so keineswegs verbessern.
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