GEW enttäuscht über PISA-Ergebnis: NRW hinkt weiter hinterher
Trotz Annäherung an den Leistungsdurchschnitt der OECD-Länder hinkt NRW im dritten Ländervergleich der Kompetenzen der Jugendlichen (PISA-E) weiterhin hinterher. Für die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ist dies erneut ein enttäuschendes Ergebnis.
18.11.2008 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung GEW Nordrhein-Westfalen"Wir brauchen mehr Lernzeit und kleinere Klassen für unsere Schüler, also mehr Lehrer und mehr Geld für Bildung in NRW. Sonst kommen wir nicht weiter", erklärte heute GEW-Landesvorsitzender Andreas Meyer-Lauber in einer ersten Reaktion auf die Veröffentlichung der Kompetenzstudie PISA 2006 heute in Berlin.
Ein erster Blick auf die Datenlage zeigt: Die PISA-Spitzenreiter in Deutschland (Sachsen, Bayern, Thüringen) haben kleinere Klassen, eine bessere Relation zwischen Schülern und Lehrern und sie geben deutlich mehr Geld für die Schule aus.
Die GEW NRW fordert als Konsequenz aus dem mittelmäßigen Abschneiden NRWs bei der Ländervergleichsstudie PISA E größere Anstrengungen in der Bildungspolitik des Landes. Die grundsätzlichen Probleme - mangelnde Qualität und Bildungsgerechtigkeit - müssen nach Auffassung der Gewerkschaft mit mehr Kompetenz und Umsicht sowie mit klaren Prioritäten angegangen werden.
"Neben der Zergliederung unseres Schulsystems trägt zur schwierigen Situation in NRW bei, dass die Fortbildung der Lehrkräfte praktisch zum Erliegen gekommen ist", kritisierte Meyer-Lauber. Außerdem setze die Landesregierung auf ideologisch motivierte Themen, die keinen Beitrag zur Qualität von Schule leisteten, wie das unsägliche Verfahren zur Vergabe von Kopfnoten oder die ständige Verunsicherung der Gesamtschulen. Die überhastete Einführung der Schulzeitverkürzung am Gymnasium (G8) stelle sich mehr und mehr als schwere Bürde heraus.
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