Investitionen

GEW fordert Aufstockung des Kultusetats

Gemeinsam mit fünf weiteren Verbänden hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft den niedersächsischen Finanzminister Reinhold Hilbers gemahnt, seine Blockadehaltung bei Bildungsinvestitionen aufzugeben.

28.05.2019 Niedersachsen Pressemeldung GEW Niedersachsen
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„Wegen eines verringerten Anstiegs der Steuereinnahmen bildungspolitische Reformvorhaben in Frage zu stellen, lässt jeden politischen Gestaltungswillen für die Zukunft vermissen“, heißt es in einem Protestschreiben, das Hilbers am 27. Mai 2019 im Finanzministerium übergeben wurde. Unterzeichner sind die Landesvorsitzenden des BLV (Berufsschullehrerverband), PHVN (Philologenverband), VBE (Verband Bildung und Erziehung), VNL/VDR (Verband Niedersäch-sischer Lehrkräfte), VLWN (Verband für Lehrerinnen und Lehrer an Wirtschaftsschulen) und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

„Bildung braucht dringend Investitionen. Die Verhinderungs-Politik des Finanzministers gefährdet den Bildungsstandort Niedersachsen“, kritisierte die GEW-Landesvorsitzende Laura Pooth im Rahmen des Gesprächs mit dem Minister. Vor allem brauche es endlich ein deutliches Zeichen für eine gerechte Bezahlung. „Herr Hilbers muss ermöglichen, dass Lehrkräfte an Grund-, Haupt- und Realschulen endlich genauso bezahlt werden wie an anderen Schulformen. A 13 für die Beamtinnen und Beamten sowie E 13 für die tarifbeschäftigten Lehrkräfte ist schnellstens umzusetzen“, forderte Pooth: „Herr Hilbers ist mitverantwortlich, wenn es zum Einstellungs-termin 1. August richtig knallt. Grund-, Haupt und Realschullehrkräfte bewerben sich schon jetzt wegen der besseren Bezahlung in angrenzenden Bundesländern. Dieser Trend wird sich künftig verschärfen, wenn nicht umgesteuert wird“, befürchtete die GEW-Landesvorsitzende. Es drohe ein massiver Unterrichtsausfall. „Der Kultusetat muss jetzt massiv aufgestockt werden“, verlangte sie.

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