GEW: Gute Ganztagsschulen brauchen mehr als Jugendbegleiter
Die Bildungsgewerkschaft GEW nennt das Jugendbegleiterprogramm "nur einen ersten unprofessionellen Schritt beim Ausbau der Ganztagsschulen". Die GEW erwartet von den Parteien im Landtagswahlkampf klare Aussagen, wie der Ausbau der Ganztagsangebote bis 2016 aussehen soll.
02.02.2011 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg"Bis 2016 kann es in Baden-Württemberg 3.000 Ganztagsschulen geben. Gute Ganztagsschulen brauchen aber mehr Unterstützung als nur Jugendbegleiter, die auf Kosten von Lehrerstellen finanziert werden. Sie brauchen weitere Lehrerwochenstunden, damit dort alle Kinder gemeinsam lernen und sich Unterricht, individuelle Förderung und Zeit zur freien Gestaltung sinnvoll abwechseln", sagte am Mittwoch (02.02.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).
Die GEW hat Kriterien für gute Ganztagsschulen vorgelegt. Dazu gehören auch konkrete Verbesserungsvorschläge für das Jugendbegleiter-Konzept der Landesregierung. "Bisher versprechen Mappus und Schick nur den bedarfsorientierten Ausbau von Ganz¬tagsschulen. Ganztagsschulen werden dann akzeptiert, wenn es dort zu Qualitätsverbesserungen kommt. Die Schulen brauchen weitere pädagogische Profis und nicht nur Ehrenamt. Wenn Schule lebendiger Lebensraum werden soll, muss das der Landesregierung mehr wert sein", so Moritz.
Weitere Informationen: www.gew-bw.de
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