GEW-Landesvorstand erwartet von den Koalitionären ein klares Bekenntnis zu einer "Schule für alle"
Einstimmig fordert der Landesvorstand der GEW die Koalitionspartner zu ihrer Verhandlungsrunde zum Thema "Bildung" auf, unter die bildungspolitische Ausgrenzung der letzten Jahre einen Schlussstrich zu ziehen und endlich den Weg für eine "Schule für Alle" von Klasse 1-10 flächendeckend zu bereiten.
11.06.2007 Bremen Pressemeldung GEW BremenDer Umsetzung dieser bildungspolitischen Programmatik aus den beiden Wahlprogrammen von SPD und Grünen sei neben der notwendigen finanzpolitischen Absicherung der benötigten Ressourcen (bessere Lehrerversorgung, kleinere Klassen, Entlastung der Lehrkräfte) absolute Priorität einzuräumen, so der Landesvorstand der Bildungsgewerkschaft.
Nur ein wirklich integratives System kann dazu beitragen, der sozialen und bildungsmäßigen Spaltung in diesem Land entgegenzuwirken. Die GEW fordert entsprechend SPD und Grüne auf, ein Umsetzungskonzept für ihr in den Wahlprogrammen formuliertes Ziel einer "Schule für alle"(Grüne) bzw. der "Gemeinsamen Schule"(SPD) zu erarbeiten und konkrete Übergangsschritte zu beschließen
Für die Übergangsphase fordert die GEW für Schulen, die sich integrativ entwickeln, z.B. durch die Absenkung der Klassenfrequenzen, der erhöhten Zuweisung von Förderstunden sowie sozialpädagogischen / psychologischen Fachkräften zu unterstützen.
Die GEW erwartet die Umsetzung der in den Wahlprogrammen von SPD und Grünen als "ersten Schritt" zum integrierten Schulsystem beschriebenen Maßnahme, dass "alle Schulen verpflichtet werden, die aufgenommenen Schülerinnen und Schüler an ihrer Schule zum Abschluss zu führen" (SPD). Dies beinhaltet die Möglichkeit, dass "alle Abschlüsse der Sek I an jeder Schule erworben werden" können (Grüne). Alle Bildungsgänge wären damit bei der Entwicklung einer integrativen Schulentwicklung miteinbezogen.
Die GEW fordert die Koalitionäre aus SPD und Grünen auf, zur Entwicklung des Bildungswesens den Dialog mit den Vertretungen der Lehrkräfte, der Eltern und den SchülerInnen wieder aufzunehmen. Das von der GEW ausdrücklich begrüßte 10-Punkte-Programm des ZEB, die Forderungen der GEW zu den Koalitionsverhandlungen und die Wahlprogramme von SPD und Grünen beinhalten genügend Gemeinsamkeiten, an denen angeknüpft werden kann.
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