Bezüge

GEW: Land muss Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst besser bezahlen

Um die 550 Lehramtsanwärterinnen und –anwärter beginnen morgen ihren Dienst an den Schulen in Schleswig-Holstein. Große finanzielle Sprünge können sie mit ihrem Gehalt aber nicht machen.

31.01.2023 Schleswig-Holstein Pressemeldung GEW Schleswig-Holstein
  • Lehrer auf dem Schulweg mit Umhängetasche. © www.pixabay.de

Am Gymnasium erhalten sie 1.633 Euro brutto, an Förderzentren, Grund- und Gemeinschaftsschulen sogar noch weniger. Die GEW fordert daher eine spürbare Anhebung auf 50 Prozent des Einstiegsgehalts für Lehrkräfte. Das sind im Augenblick knapp 2200 Euro.

„Die Landesregierung kann nicht einerseits den Lehrkräftemangel beklagen und andererseits Lehramtsanwärterinnen und –anwärter mit einem so dürftigen Gehalt nach Hause schicken. Nach mindestens fünf Jahren Studium inklusive Bachelor- und Masterabschluss ist das kein Zeichen von Wertschätzung für die angehenden Lehrerinnen und Lehrer, die wir an den Schulen dringend brauchen“, sagte die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke heute in Kiel.

Um die Lücken in Fächern mit besonderem Bedarf zu füllen, stellt das Land immer mehr Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger in den Vorbereitungsdienst ein. „Ohne diese Kolleginnen und Kollegen werden wir den Lehrkräftemangel nicht in den Griff kriegen“, betonte die GEW-Landesvorsitzende. „Vor allem für sie stellt die geringe Bezahlung aber ein schwerwiegendes Hindernis dar, weil viele von ihnen zuvor schon ordentliche Gehälter verdient haben.“ Sie seien auch schon etwas älter und nicht wenige hätten Familie. Gerade für diese Gruppe sei es eine große finanzielle Herausforderung, mit Beginn ihres Vorbereitungsdienstes plötzlich für 18 Monate mit deutlich weniger Geld auskommen zu müssen.

„Nicht zuletzt wegen der steigenden Energiepreise und der Inflation ist es höchste Zeit die Bezüge der Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst  anzupassen. Wer junge motivierte Lehrkräfte gewinnen möchte, muss sie von Anfang an fair bezahlen und ihre Leistung an den Schulen würdigen, die zur Unterrichtsversorgung dringend benötigt wird“, begründete Astrid Henke die GEW-Forderung.

Ansprechpartner

GEW Schleswig-Holstein

Mehr zum Thema


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden