Weltlehrertag

GEW und VBE: „Lehrerberuf attraktiver machen - Fachkräftemangel bekämpfen“

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) und die Gewerk­schaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) haben die Politik mit Blick auf den „Weltlehrertag“ gemahnt, den Beruf attrak­tiver zu machen. Dafür müssten angemessene Gelin­gens­be­dingungen geschaffen werden und die Politik ihre Wertschätzung für die Arbeit der Lehrkräfte ausdrücken.

02.10.2019 Bundesweit Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)
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"Nur so können wir mehr junge Menschen gewinnen, sich für diese gesellschaftlich wichtige Aufgabe zu entscheiden, und damit den dramatischen Lehrkräftemangel an den Schulen bekämpfen!“ Der „Weltlehrertag“, der am 5. Oktober gefeiert wird, steht unter dem Motto „Junge Lehrkräfte: Die Zukunft der Profession“. 

„Junge Lehrerinnen und Lehrer sind wichtig, um Schule mit ihren Ideen und Kompetenzen weiterzuentwickeln“, sagte GEW-Vorsitzende Marlis Tepe. Sie brauchten beim Einstieg in den Beruf Unterstützung erfahrener Lehrkräfte. Deshalb müssten die Rahmenbedingungen für die kollegiale Beratung und Zusammenarbeit verbessert werden. Tepe weiter: „Damit mehr gut ausgebildete junge Lehrkräfte an die Schulen kommen, müssen die Zahl der Studienplätze deutlich aufgestockt, das Studium reformiert, Abbrüche vermieden und viel mehr Referendariatsplätze bereitgestellt werden.“ 

Tepe und Beckmann sind sich einig, dass sich insbesondere an Grundschulen der Lehrkräftemangel weiter verschärfen werde, wenn die Länder nicht wirksam gegensteuern. Deshalb fordern sie: „Alle Bundesländer, die die Grundschullehrkräfte noch nicht nach A13 (Beamte) und E13 (Angestellte) bezahlen, müssen sich ein Beispiel etwa an Berlin und Brandenburg nehmen und so schnell wie möglich nachziehen. Es braucht die gleiche Bezahlung für gleichwertige Arbeit.“ 

Der VBE Bundesvorsitzende, Udo Beckmann, kritisiert zudem, dass die Inhalte des Studiums nicht ausreichend auf die tatsächlichen Bedingungen vor Ort ausgerichtet sind: „Es kann nicht angehen, dass Lehrkräfte, die frisch aus dem Studium kommen, weder das Unterrichten mit digitalen Endgeräten beherrschen, noch ausreichend wissen, wie sie der steigenden Heterogenität in den Lerngruppen begegnen sollen. Deshalb brauchen wir dringend eine Idee, wie Praxis und Wissenschaft so miteinander vernetzt werden können, dass ein besserer Austausch stattfindet und Erkenntnisse aus beiden Welten entsprechend Eingang finden.“


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