Realschullehrer

Gigantische Fehlplanung durch Einheitsschulmissionare

"Oppositionsparteien, die Fehlplanungen im Kultusministerium festgestellt haben wollen, sollten der Fairness halber Journalisten und der bayerischen Bevölkerung mitteilen, dass ihre eigenen Vorschläge zu Änderungen der Schulstruktur in wenigen Jahren zu einem Mehraufwand in Milliardenhöhe führen würden", kommentiert der Vorsitzende des Bayerischen Realschullehrerverbandes, Anton Huber, die wiederholten Vorwürfe, die Planungen im Kultusministerium seien fehlerhaft.

22.07.2010 Pressemeldung Verband Reale Bildung

Dabei unterliegen die Oppositionsparteien, die eine Einheitsschule forcieren wollen, selbst einer "gigantischer Fehlplanung": Fest stehe nach Huber, dass alleine die Zusammenlegung von Hauptschule und Realschule, so in der ersten Stufe der Gesamtschulbewegung von den Einheitsschulmissionaren vorgeschlagen, in Bayern jährlich deutlich mehr als 250 000 000 EURO Mehrkosten verursachen würde.

Es sei doch anzunehmen, dass man dann auch für einen Realschüler bereit wäre, soviel Geld zu investieren wie für einen Hauptschüler oder Gymnasiasten. Alle Untersuchungen der letzten Jahre zeigen nämlich, dass man je Realschüler und Schuljahr – im Vergleich zu einem Schüler anderer Schularten - annähernd 1 100 € einspare. Die Realschule ist damit seit jeher die kostengünstigste Schulart in Bayern. Sie spart pro Jahr mehr als 250 000 000 EURO.

Der Vorsitzende Huber stellt fest: "Wer über eine Änderung der Schulstruktur ohne mit der Wimper zu zucken in nur vier Jahren eine Milliarde Euro auszugeben bereit ist und gleichzeitig in Kauf nimmt, - das ist beim jüngsten bundesdeutschen Leistungstest erneut festgestellt worden - , dass Schüler durch die Zusammenlegung wegen der deutlich schlechteren Förderung in der Einheits- bzw. Gemeinschaftsschule ein bis zwei Schuljahre in ihrer Leistungsentwicklung verlieren, hat das Recht verwirkt, anderen Fehlplanung vorzuwerfen."

www.brlv.de

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