GLEV-Vorsitzender Dammann: Kinder nicht überfordern - Entrümpelung der Oberstufenlehrpläne war längst überfällig
Die Gesamtlandeselternvertretung (GLEV) des Saarlandes begrüßt das Einlenken des Bildungsministers bei der Oberstufenreform. Immer wieder hatte die GLEV vor einer Überlastung der Schülerinnen und Schüler durch die geplante Oberstufenreform gewarnt. Eltern kritisierten den enormen Leistungsdruck, dem die Kinder ausgesetzt sind.
05.05.2007 Saarland Pressemeldung Gesamt Landes Elternvertretung des Saarlandes (GLEV)Die große Nachfrage nach Nachhilfeunterricht war ein weiteres Signal, das die GLEV zum Anlass nahm, Bildungsminister Jürgen Schreier vergangene Woche in eine GLEV-Sitzung einzuladen und mit ihm über bildungspolitische Nachbesserungen zu verhandeln.
"Unsere Forderung, die Oberstufenreform um ein Jahr zu verschieben hat der Minister leider erneut abgelehnt. Zugeständnisse machte er jedoch bei der Lehrplangestaltung und diese werden nun zeitnah umgesetzt. Somit ist die nun angekündigte und längst überfällige Lehrplanentrümpelung für den gemeinsamen Jahrgang G8 und G9 auch auf die Initiative und das Verhandlungsgeschick der GLEV zurückzuführen. Nun muss man genau hinschauen welcher Unterrichtsstoff weg gestrichen wird. Es kann nicht sein, dass man wieder einmal zuerst beim Sportunterricht den Rotstift ansetzt. Grundsätzlich begrüßen wir diese konsequente Maßnahme des Ressortministers. Wir bleiben dialogbereit. Das Wohl unserer Kinder muss wieder in den Mittelpunkt der Politik gerückt werden", fordert der GLEV-Vorsitzende Dammann.
Der Elternsprecher fordert auch ein Ende des Streits der Berliner Koalitionspartner um die Finanzierung neuer Krippenplätze. Junge Familien haben einen Anspruch darauf, zu er-fahren wie es in der Sache weiter geht. Die Bundesregierung hat die Verpflichtung, endlich zu handeln.
Die Bundesfamilienministerin sollte nun umsetzen was sie versprach. Schwarz-Rot sollte sich endlich auf einen Fahrplan zum Ausbau der frühkindlichen Bildung einigen. Die GLEV unterstreicht noch einmal ihre Forderung, einen Rechtsanspruch auf einen ganztägigen Betreuungsplatz für alle Kinder vom 2. Geburtstag bis zum Schuleintritt zu ermöglichen. Hierzu müsse auch Ausbildung für Erzieherinnen und Erzieher verbessert werden. Zudem sollten Eltern schrittweise von den Beiträgen für Kindergärten und Kindertagesstätten befreit werden. Die Landesvorsitzenden von CDU und SPD, Peter Müller und Heiko Maas wurden vom GLEV-Vorsitzenden schriftlich aufgefordert, sich stärker in die bundespolitische Diskussion einbringen. Im Interesse der jungen Familien müsse endlich Klarheit geschaffen werden, so die GLEV.
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