Gymnasien können wegen zu langer Schulwege 7. Klassen einrichten
Die Gymnasien in Wittstock (Landkreis Ostprignitz-Ruppin) und Treuenbrietzen (Landkreis Potsdam-Mittelmark) können im kommenden Schuljahr auf der Basis ihrer bisherigen Anmeldezahlen 7. Klassen einrichten. Das teilte Bildungsminister Holger Rupprecht heute in Potsdam mit. "Ich habe – wie im Vorfeld versprochen – in Abstimmung mit den Landkreisen überprüfen lassen, welche Auswirkungen die Nichteinrichtung von 7. Klassen an diesen Standorten auf die Länge der Schulwege gehabt hätte. Dabei kam ich zu dem Ergebnis, dass die Dauer der Schulwege für einen Großteil der Schülerinnen und Schüler nicht zumutbar gewesen wäre – deswegen gibt es für diese zwei Standorte eine Ausnahme", sagte Rupprecht.
18.06.2008 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes BrandenburgUrsprünglich war die Einrichtung von 7. Klassen sowohl in Bad Freienwalde (Landkreis Märkisch-Oderland) als auch in Treuen¬brietzen und Wittstock abgelehnt worden, weil alle drei Standorte beim Anmeldeverfahren nicht die erforderliche Mindestanzahl von 54 Schülerinnen und Schülern erreicht hatten. Das Gymnasium in Treuenbrietzen war auf 43, das Gymnasium in Wittstock auf 42 und das Gymnasium in Bad Freienwalde nur auf 33 Anmeldungen gekommen.
Im Verfahren um das Gymnasium in Bad Freienwalde bleibe es bei der Nichteinrichtung der 7. Klassen, so Rupprecht. "Um eine qualitativ gute Oberstufe mit ausreichend Wahlmöglichkeiten für das Abitur zu gewährleisten sind 33 Schülerinnen und Schüler definitiv zu wenig." Zudem laufe derzeit noch ein Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung des Landkreises Märkisch-Oderland gegen die Nichteinrichtung vor dem Verwaltungsgericht Frankfurt (Oder).
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