Hamburg

Handelskammer fordert flächendeckende Einführung von Ganztagsschulen

(red/pm) Die Handelskammer Hamburg hat die flächendeckende Einführung echter Ganztagsschulen gefordert. "Nur wenn wir den schulischen Erfolg vom Bildungs- und sozialen Hintergrund des Elternhauses entkoppeln, können wir das Bildungsniveau der Schüler und Schulabgänger nachhaltig verbessern", sagte Handelskammer-Präses Fritz Horst Melsheimer im Rahmen eines Symposiums mit Experten aus Deutschland und Europa zum Thema Ganztagsschulen.

13.05.2011 Artikel

Ganztagsschulen seien daher die Antwort auf die PISA-Studien, die gezeigt hätten, dass der Bildungserfolg in Deutschland stark vom sozialen Hintergrund eines Schülers abhänge. Benachteiligt seien im aktuellen System Kinder, deren Eltern – aus vielfältigen Gründen – oft nicht in der Lage seien, ihnen bei der Bewältigung der schulischen Anforderungen in ausreichendem Maße beizustehen. Melsheimer berief sich bei seiner Forderung auf die "Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen" des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung, das von 2005 bis 2009 mehr als 300 Ganztagsschulen untersuchte. Diese Studie habe gezeigt, dass die regelmäßige Teilnahme an schulischen Ganztagsangeboten bei ausreichend hoher pädagogischer Qualität zu einer Verbesserung der Schulnoten und des Sozialverhaltens der Schüler führe.

Als "echte" oder "gebundene" Ganztagsschulen werden Schulen bezeichnet, die verpflichtend bis 16 Uhr Unterricht anbieten und bei denen die Schüler eine pädagogisch qualifizierte Hausaufgabenbetreuung sowie ein warmes Mittagessen erhalten. Im Gegensatz dazu stehen "offene" Ganztagsschulen, bei denen die Eltern entscheiden können, ob die Kinder den Nachmittag in der Schule oder zu Hause verbringen.


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