Huber: "Gesamtschulideologen setzen mit Übertritts-Panikmache Zukunft der Kinder aufs Spiel "
Der Vorsitzende des Bayerischen Realschullehrerverbandes, Anton Huber, äußert sich kritisch zur SPD Forderung, den Elternwillen freizugeben: "Jedes Jahr, wenn der Übertritt zur weiterführenden Schule ansteht, melden sich Gesamtschulideologen zu Wort, um ihre hohlen Botschaften zu verkünden. Grundschullehrkräften wird die Fähigkeit abgesprochen, das Entwicklungspotenzial von Kindern richtig einzuschätzen, Eltern werden mit unsinnigen Behauptungen und leeren Versprechungen gegen Schule und Lehrkräfte aufgebracht. Unbegründete Ängste von Eltern, ihrem Kind mit der Übertrittsentscheidung die Zukunft zu verbauen, werden dabei nicht nur ausgenutzt, sondern noch weiter befeuert. Das ist verantwortungslose Panikmache, die den heraufbeschworenen Druck, der auf Eltern und Schülern lastet, überhaupt erst erzeugt."
27.01.2012 Pressemeldung Verband Reale BildungHuber weiter: "Immer mehr Menschen in Bayern durchschauen dieses unseriöse Spiel und die Allianz linker Gesamtschulideologen, die aus der schulischen Bildung eine Kuschelpädagogik machen wollen: Eine Schule ohne Leistungsanspruch, ohne Noten und ohne anspruchsvollen Fachunterricht. Die bayerischen Realschullehrer und der Großteil der Eltern lehnen das ab, weil wir uns unseren Kindern und Jugendlichen, deren Zukunft und Chancen verpflichtet fühlen. Wer zum Vergleich andere Bundesländer heranzieht, etwa bei der Freigabe des Elternwillens, sollte gerade auch als selbsternannter Bildungsexperte dazu sagen, dass alle diese Länder in der schulischen Förderung weit hinter Bayern rangieren, wie beispielsweise zuletzt im Deutschen Lernatlas 2011 festgestellt. Es ist skandalös, wenn Lehrerverbände und Parteien in Bayern nach der Freigabe des Elternwillens rufen, wo doch bisher ohne diese in Bayern die schwächsten Schüler nachweislich besser gefördert werden als in anderen Bundesländern die besten. Wir schätzen die pädagogische Kompetenz unserer Grundschullehrkräfte und lehnen die Abschaffung eines verbindlichen Grundschulgutachtens entschieden ab, soll diese doch nur dazu dienen, einen Schritt weiter Richtung Gemeinschaftsschule zu gehen."
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