Individuelles Lernen besser unterstützen
Die Bildungsgewerkschaft GEW setzt sich dafür ein, dass die Realschulen und Gymnasien mehr Unterstützung erhalten. "Wie erwartet sind deutlich mehr Kinder in die fünften Klassen der Realschulen und Gymnasien gewechselt. Die Schulen brauchen mehr Zeit, qualifizierte Begleitung und Fortbildungen, um Schüler gut begleiten und fördern zu können. Wir begrüßen die Ankündigung von Kultusminister Andreas Stoch, das individuelle Lernen auszubauen", sagte am Dienstag (29.01.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).
30.01.2013 Pressemeldung GEW Baden-WürttembergDie GEW setzt sich dafür ein, das Vertrauen in die neuen Gemeinschaftsschulen auszubauen und die Schulen intensiver zu unterstützen. "Unter anderem brauchen die Gemeinschaftsschulen für die Sicherung gymnasialer Standards bessere Rahmenbedingungen", sagte Moritz.
Die GEW wertet die Abschaffung der Verbindlichkeit der Grundschulempfehlung als richtigen Schritt und setzt sich jetzt für eine vom Land gesteuerte regionale Schulentwicklung ein. "Viele Lehrerinnen und Lehrer aus den Grundschulen berichten, dass sich das Verhältnis zwischen Eltern und Lehrer/innen durch die Neuregelung verbessert habe. Eltern kommen offener als in den Vorjahren in die Sprechstunden und haben die Beratung durch die pädagogischen Profis sehr ernst genommen. Bereits unter der CDU-/FDP-Landesregierung war klar, dass die alte starre Schulstruktur kein Modell für die Zukunft sein kann. Daran konnte auch die engagierte Arbeit der Lehrkräfte nichts ändern. Das zehnte Schuljahr an den Hauptschulen und Werkrealschulen ist eine große Herausforderung. Um dort die Jugendlichen gezielt auf den Übergang in den Beruf vorbereiten zu können, brauchen die Schulen die dafür notwendigen Stellen. Ursprünglich waren vom Kultusministerium 486 Stellen zugesagt worden, an die Schulen wurden aber nur 251 gegeben", sagte Moritz.
- Nach Wegfall der verbindlichen Grundschulempfehlung: Übergänge auf Werkreal-/Hauptschulen sinken auf knapp 16 Prozent
- Übergangszahlen an die weiterführenden Schulen
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