Inklusion kostet Geld – Qualität hat ihren Preis
Die GEW unterstützt die Forderungen der kommunalen Spitzenverbände zur Bereitstellung zusätzlicher Investitionsmittel zur Umsetzung der Inklusion. Offenbar sei es gelungen, so die Gewerkschaft, anhand des vorgelegten Gutachtens eine Methodik für die Mehrkostenermittlung für alle NRW-Kommunen zu entwickeln, um zu einer realistischeren Kostenfolgeabschätzung für die Umsetzung der UN-Behindertenkonvention zu kommen.
15.07.2013 Pressemeldung GEW Nordrhein-Westfalen"Das Gutachten zeigt, dass die Inklusion deutlich mehr Kosten verursacht, als die Kommunen als Schulträger aufbringen müssen. Jetzt ist das Land am Zuge, Qualität hat seinen Preis", erklärte heute GEW-Landesvorsitzende Dorothea Schäfer nach Kenntnis des von der Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände NRW in Auftrag gegebenen Gutachtens zu den Folgekosten der Inklusion beispielhaft für die Stadt Essen und den Kreis Borken.
In einer gemeinsamen Erklärung haben die GEW und die Lehrerverbände sowie die kommunalen Spitzenverbände NRW Anfang des Jahres mehr Finanzmittel für die Inklusion gefordert und die Einstellung zusätzlichen Personals – nicht nur Lehrkräfte, sondern auch Pflege- und Assistenzkräfte, Schulbegleiter und Schulsozialarbeiter – verlangt. Zuzüglich zur erforderlichen Ressourcenausstattung für inklusionsgeeignete Lehr- und Lernmittel gehörten auch investive Mittel für die Herstellung von Barrierefreiheit in den Schulen ein ergänzendes Raumprogramm sowie Mittel für die Schülerbeförderung.
Die GEW fordert verbindliche Qualitätsstandards für inklusive Schulen und kleine Klassen mit Doppelbesetzung. Maximal 20 Schülerinnen und Schüler, davon maximal fünf Kinder mit Behinderungen sollen von einer Regelschullehrkraft und von einer Sonderpädagogin oder einem Sonderpädagogen unterrichtet werden. Insbesondere soll auch in regionalen Fachzentren für Inklusion, die bislang noch gar nicht vorgesehen sind, eine kontinuierliche fachliche Qualifizierung der Lehrkräfte, Austausch der multiprofessionellen Teams und intensive Beratung und Unterstützung der Schulen organisiert werden.
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