Jugend forscht in den USA erfolgreich wie nie

Drei Bundessieger aus dem vergangenen Jahr stellten ihre Jugend forscht-Projekte 2003 jetzt beim weltgrößten Nachwuchsforscherwettbewerb Intel International Science and Engineering Fair ISEF in Portland, Oregon vor. Das Trio kehrte mit 13 Preisen im Gesamtwert von rund 80.000 Dollar aus den USA zurück. Damit erzielten Uwe Treske, Marcel Schmittfull und Andreas Neuzner den größten Erfolg, den Jugend forscht-Bundessieger je im Ausland verzeichneten. Der Wettbewerb für Naturwissenschaften und Technik wird seit 1950 ausgetragen und ist mit Geldpreisen sowie Stipendien im Gesamtwert von einer Million Dollar dotiert.

17.05.2004 Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.

Uwe Treske aus Gräfenhainichen in Sachsen-Anhalt zeichnete sich als erfolgreichster Jungforscher der deutschen Delegation aus. Der 18-jährige sicherte sich allein sieben Preise für insgesamt 63.000 Dollar. "Das hätte ich mir vorher nicht träumen lassen. Es war der absolute Wahnsinn. Als mein Name aufgerufen wurde, da bekam ich weiche Knie", berichtete der Schüler direkt nach seiner Rückkehr aus Amerika.

Der Nachwuchswissenschaftler wollte eigentlich am vergangenen Sonnabend beim nahezu zeitgleichen 39. Bundeswettbewerb Jugend forscht in Saarbrücken mit seinem Partner Mathias Steinbach das Informatik-Projekt "Lernboy statt Gameboy" vorstellen. Auch ohne Uwe Treske reichte es zum 4. Platz im Fachgebiet Mathematik/Informatik. "Das entschädigt wenigstens, denn ich wäre gern in Saarbrücken gewesen", so der Jugendliche aus Sachsen-Anhalt. Stattdessen gewann Uwe Treske mit dem von ihm im Vorjahr entwickelten kostengünstigen Rastertunnelmikroskop in Portland ein Stipendium an einer amerikanischen Hochschule den Hauptpreis im Wert von 50.000 Dollar. Be¬kanntlich müssen in den USA zum Teil sehr hohe Studiengebühren bezahlt werden. Neben weiteren Geldpreisen erhielt der Zwölftklässler eine Einladung zur Nobelpreisverleihung nach Stockholm sowie ein achtwöchiges bezahltes Praktikum bei der in Palo Alto/Kalifornien beheimateten Agilent Technologies Company. Vielleicht kann der Schüler vom Paul-Gerhardt-Gymnasium Gräfenhainichen auf diesem Wege mit dem Betreuungslehrer Freddy Stiehler seinen größten Traum verwirklichen: "Die atomare Auflösung, mit der am Miskroskop Atome sichtbar werden."

Andreas Neuzner aus Hüttenberg darf sich über eine Einladung ins Reich der Mitte freuen. Der 19-jährige Technikexperte reist zum Science and Technology Contest nach China. Für seinen 4. Platz in Physik bekam der Hesse 500 Dollar und erlangte zudem 300 Dollar in Traveller-Checks von Tektronix Inc.

Ins bayerische Geldersheim bringt Marcel Schmittfull, der beim Bundeswettbewerb im vergangenen Jahr den Sonderpreis für die originellste Arbeit entgegennahm, ein Stipendium über 5.000 Dollar am Linfield College in Portland mit. Das ausgewiesene Physiktalent kassierte in seiner Paradedisziplin außerdem noch einen 1.000-Dollar-Scheck vom Ausrichter Intel Corporation.


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