MINT

Jugend forscht Preisträger auch in den USA erfolgreich

Deutsches Team erringt zwölf Preise bei weltgrößtem MINT-Schülerwettbewerb Intel International Science and Engineering Fair 2016.

17.05.2016 Bundesweit Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.
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Bei der 67. Intel International Science and Engineering Fair (Intel ISEF) in Phoenix, Arizona hat sich das 19-köpfige deutsche Team erfolgreich präsentiert und insgesamt zwölf Preise gewonnen. Die Preisträgerinnen und Preisträger von Jugend forscht waren in der vergangenen Woche in den USA beim weltweit größten naturwissenschaftlichen Schülerwettbewerb mit elf innovativen Forschungsprojekten an den Start gegangen. An der Intel ISEF, die vom 8. bis 13. Mai 2016 ausgetragen wurde, nahmen mehr als 1.700 junge Wissenschaftler aus über 75 Ländern teil.

Die Jugend forscht Bundessieger Myrijam Stoetzer (15) und Paul Foltin (16) aus Duisburg überzeugten die Jury mit ihrem selbst konstruierten Spezialrollstuhl, der ausschließlich durch die Bewegung der Augen gesteuert wird. Die beiden Jungforscher erhielten einen mit 1.500 US-Dollar dotierten zweiten Preis im Fachgebiet Embedded Systems. Darüber hinaus wurden sie mit dem First Life Science Award von Sigma Xi – The Scientific Research Society in Höhe von 2.000 US-Dollar, dem Preis der China Association for Science and Technology (CAST) im Wert von 1.200 US-Dollar sowie einer Honorable Mention der Association for the Advancement of Artificial Intelligence ausgezeichnet.

Jakob Dichgans (18), Daniel Riesterer (19) und Lumen Haendler (19) aus Überlingen freuten sich über einen mit 500 US-Dollar dotierten vierten Preis im Fachgebiet Chemical Energy. Die Bundessieger zeigten in Phoenix ihre neuartige Anlage, mit der sich klimaschädliches Kohlendioxid in einem laufenden Prozess in Methan umwandeln lässt, das als Energiespeicher dient. Im Fachgebiet Physics and Astronomy gewann Sophie Atzpodien (16) aus Münster einen vierten Preis im Wert von 500 US-Dollar. Die Jungforscherin entwarf einen raffinierten Versuchsaufbau, um die komplexen Schwingungen eines Spinnennetzes physikalisch zu untersuchen und die Position von Objekten darin genau bestimmen zu können. Für ihr Projekt wurde sie zudem als Sonderpreis mit einer Reise zur Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN) ausgezeichnet.

Auch Tobias Spanke (18) aus Lörrach erhielt einen mit 500 US-Dollar dotierten vierten Preis im Fachgebiet Physics and Astronomy für sein außergewöhnliches Wasserrad, das aus einer Fahrradfelge und Plastikbechern besteht. Per Computer analysierte er, unter welchen Bedingungen das Rad seine Drehbewegungen in einem chaotischen Prozess verändert. Im selben Fachgebiet errangen die Bundessieger Robin Heinemann (17) und Patricia Asemann (17) aus Kassel ebenfalls einen vierten Preis und 500 US-Dollar mit ihrer aufwendigen, selbst programmierten Computersoftware zur Simulation der Umlaufbahndaten extrasolarer Planetensysteme.

Adrian Lenkeit (16) und Jan Matthias Schäfers (17) aus Bad Münstereifel erhielten einen zweiten Preis der Acoustical Society of America in Höhe von 500 US-Dollar. Die beiden befassten sich mit sogenannten Labs-on-a-Chip, Labore im Miniformat für chemische Analysen. Dafür entwickelten sie ausgefeilte Steuerelemente, die auf akustischen Oberflächenwellen basieren. Bundessieger Maximilian Albers (18) aus Montabaur untersuchte in seinem Forschungsprojekt, wie sich überschüssige Wärme aus Solaranlagen mittels sogenannter Phasenwechselmaterialien chemisch speichern lässt. Er gewann einen mit 1.000 US-Dollar dotierten ersten Preis der Qatar Foundation for Education, Science and Development. Der 19-jährige Benedikt Pintat aus Greppin bei Bitterfeld erhielt ein Certificate of Honorable Mention der American Chemical Society für seine Laborversuche zur Elektrolyse. Bei diesen bildete sich unter hoher Spannung an den beiden Elektroden ein energiereiches Plasma.


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