Jugendliche aus Südafrika und Bayern bauen auf Solidarität und emotionale Bindung

Im Rahmen des Projekts "Tor nach Afrika" hat Kultusstaatssekretär Bernd Sibler gemeinsam mit missio-Präsident Pater Eric Englert (osa) heute im Hause missio in München eine Maßnahme zum Austausch von Jugendlichen aus Bayern und Südafrika gestartet.

29.11.2007 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Den intensiven Dialog zwischen den Schülerinnen und Schülern aus Bayerischen Schulen und Gleichaltrigen aus Südafrika werden künftig Videokonferenzen ermöglichen. Die Jugendlichen erhalten so einen konkreten Einblick in die Lebensbedingungen der Menschen auf dem je anderen Kontinent.

Schülerinnen und Schüler des Carl-Orff-Gymnasiums Unterschleißheim haben heute mit Gleichaltrigen aus dem Ausbildungsinstitut der Salesianer in Kapstadt diskutiert. Sie haben Fragen nach Bildungsgerechtigkeit und persönlichen Lebenschancen im direkten Gespräch gestellt. "Stabile Solidarität ist nur mit echter emotionaler Bindung möglich. Dazu brauchen die Jugendlichen den Blick in ein konkretes Gesicht. Ich sehe die Videokonferenz hier als große Chance an", so Staatssekretär Sibler bei der Eröffnungsveranstaltung. Das innovative Bildungsangebot richtet sich an die Realschulen, Gymnasien und Berufsschulen ab der 9. Jahrgangsstufe sowie an alle bayerischen Berufsbildungszentren. Anmeldungen nimmt das Haus missio, Pettenkoferstraße 26-28 in München entgegen.

Die Folgen von HIV für die Menschen werden konkret

Im Vorfeld des Welt-AIDS-Tages am 1. Dezember war in der Videokonferenz die gesundheitliche Situation in Südafrika ein zentrales Thema. Die erschreckenden Zahlen zur Neu-Infizierung mit AIDS haben dramatische demografische Folgen. Durch die Immunschwäche ist die Lebenserwartung in einigen Ländern Afrikas um mehr als zehn Jahre gesunken - und es trifft vor allem die jugendlichen Leistungsträger, die an der Entwicklung des Kontinents bauen müssten.

AIDS kann nach wie vor nicht geheilt werden, die Euphorie um mögliche Impfstoffe weicht inzwischen der kritischen Realität. Ein Impfstoff ist nicht in Sicht. "Unsere einzige Chance ist: Aufklärung, Aufklärung, Aufklärung. Auch dafür kann eine Videokonferenz eine Brücke sein", betonte Sibler.


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