Bildungsübergänge

Jugendliche schätzen duale Ausbildung – Saarland stärkt Übergangsmanagement

Wer Bildungsbiografien stärken will, muss Übergänge aktiv begleiten. Das gilt im Saarland in besonderem Maße, wo starke Unternehmen, engagierte Schulen und vielfältige Netzwerke gemeinsam daran arbeiten, Perspektiven vor Ort zu sichern.

05.09.2025 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland
  • Eine junge Frau und ein junger Mann mit Warnweste und Schutzhelm in einem Betrieb. © Adobe Stock Der Übergang zwischen Schule und beruflicher Ausbildung soll im Saarland stärker in den Fokus genommen werden.

Die aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung „Was macht die duale Ausbildung attraktiv?“ unterstreicht, wie wichtig eine gezielte Begleitung und transparente Orientierung auf dem Weg in Ausbildung und Beruf sind.

Bildungs- und Kulturministerin Christine Streichert-Clivot: „Die Bertelsmann-Studie zeigt uns deutlich, dass wir mit unserem eingeschlagenen Weg richtigliegen: Orientierung, Begleitung und individuelle Förderung sind entscheidend, um Jugendliche stark zu machen. Unser Ziel ist ein Bildungssystem, das niemanden zurücklässt, sondern allen die Möglichkeit gibt, das eigene Potenzial zu entfalten. Die Übergänge zwischen den Bildungsstationen – von der Kita in die Schule, von der Schule in den Beruf – sind dabei von zentraler Bedeutung. Sie prägen den weiteren Bildungsweg und die Lebensperspektiven nachhaltig. Wir wissen, dass gerade Jugendliche mit schwierigerer Bildungsbiografie oder Fluchterfahrung besondere Unterstützung brauchen. Deshalb bauen wir unsere bestehenden Strukturen konsequent aus. Kein junger Mensch darf im Übergang verloren gehen. Gemeinsam mit unseren Partnerinnen und Partnern im Land werden wir unseren Weg konsequent weitergehen – damit die duale Ausbildung auch in Zukunft ein starker Motor für berufliche Chancen und Fachkräftesicherung im Saarland bleibt.“

Im Saarland setzen wir konkrete Impulse für mehr Chancengerechtigkeit durch transparentere Informationen sowie individuelle Begleitung und orientieren uns dabei an den Empfehlungen der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission (SWK) „Kompetenzen für den erfolgreichen Übergang von der Sekundarstufe I in die berufliche Ausbildung sichern“.

Derzeit finden Gespräche zwischen Schulleitungsorganisationen der Beruflichen Schulen, Gemeinschaftsschulen, Förderschulen und den Vorsitzenden der Hauptpersonalräte statt, um den Übergang von der Gemeinschaftsschule zur beruflichen Schule stärker in den Fokus zu nehmen, verbindlich zu gestalten und Jugendliche besser auf dem Weg zum Abschluss und anschließend in den Beruf zu begleiten.

Mit unserem Übergangsmanagement setzen wir auf praxisnahe Formate wie regelmäßige Praktika an Gemeinschaftsschulen und „Ausbildungsbotschafterinnen und -botschafter“, die authentische Einblicke in verschiedene Berufsfelder geben, außerdem auf digitale Unterstützung wie die „berufswahlapp“, die Jugendliche Schritt für Schritt durch den Entscheidungsprozess begleitet.

Somit wird auch der Grundstein für die Fachkräftesicherung vor Ort gelegt. Denn besonders im Saarland sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) das Rückgrat der Wirtschaft.

Bildung, Übergänge und Fachkräftesicherung sind im Saarland eine gemeinsame Verantwortung. Deshalb arbeiten wir eng mit Kammern, Verbänden, Betrieben, Schulen und der Agentur für Arbeit zusammen. Ziel ist es, allen jungen Menschen – unabhängig von Schulabschluss, Herkunft oder individuellen Voraussetzungen – eine faire Chance auf einen erfolgreichen Start ins Berufsleben zu ermöglichen.

So investieren wir in die Zukunft unseres Landes: in starke Bildungsbiografien, in attraktive Ausbildungswege und in eine Fachkräftesicherung, die den Wirtschaftsstandort Saarland langfristig stärkt.


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