Klare Anforderungen führen Schülerinnen und Schüler zum Erfolg
Kultusministerin Karin Wolff ist erfreut über das gute Abschneiden der Schülerinnen und Schüler bei den landesweiten Haupt- und Realschulprüfungen. "Im Landesdurchschnitt haben die Schülerinnen und Schüler ihre Leistungen deutlich gesteigert", sagte Wolff. Nach Auswertung der rund 450 Schulen entsprechen die diesjährigen Ergebnisse in allen Prüfungsfächern dem Durchschnitt einer normalen Klassenarbeit. Bei der erreichten Punktzahl konnten sich die Prüflinge gegenüber dem Vorjahr aber klar verbessern. Die Ministerin bedankte sich ausdrücklich bei allen beteiligten Lehrkräften für die sorgfältige Vorbereitung: "Die guten Resultate sind nicht nur eine Bestätigung für den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler, sondern auch für den Einsatz der Lehrerinnen und Lehrer."
27.07.2005 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und ChancenInsgesamt haben die Prüflinge im Landesdurchschnitt über 63 Prozent der möglichen Punktzahl erreicht - eine Steigerung um mehr als zwei Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Für die Note "ausreichend" waren mindestens 45 Prozent zu erbringen, der Landesdurchschnitt für Hessen liegt somit im Bereich der Note "befriedigend".
Die deutlichste Leistungssteigerung konnten die Hauptschülerinnen und -schüler für sich verbuchen: In Mathematik verbesserten sie sich um mehr als sechs Prozentpunkte. Die Realschülerinnen und -schüler legten mit über drei Prozentpunkten in Deutsch am deutlichsten zu. "Die Schülerinnen und Schüler können zu Recht stolz auf ihre Leistungen sein", lobte Wolff. Dabei sei die Aufgabenstellung im Vergleich zum Vorjahr nicht einfacher geworden. "Im Gegenteil: Sowohl in den Fremdsprachen als auch in Mathematik haben wir das Niveau sogar leicht angehoben."
"Die Landesprüfungen geben den Jugendlichen die Chance zu zeigen, was in ihnen steckt", so die Ministerin weiter. "Mein Ziel, beide Bildungsgänge zu stärken und aufzuwerten, ist erreicht: Die Abschlüsse sind hessenweit vergleichbar und geben Aufschluss über die Leistungsfähigkeit des Bildungswesens", betonte Wolff. Die Ergebnisse des jüngsten Ländervergleichs der PISA-E-Studie hätten erneut deutlich gemacht, wie wichtig klare Leistungsanforderungen und kontinuierliche Erfolgskontrollen seien. "Wenn wir überprüfen wollen, ob Bildungsstandards eingehalten werden, brauchen wir Vergleichsarbeiten und einheitliche Prüfungsverfahren", hob die Ministerin hervor.
Rund 49.000 Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen an Haupt- und Realschulen sowie den entsprechenden Bildungsgängen der Gesamtschulen haben an den Landesprüfungen 2004/05 teilgenommen. Die schriftlichen Prüfungen mit zentral vorgegebenen Aufgaben fanden in der Woche vom 30. Mai bis 3. Juni statt. Deutsch und Mathematik sind für beide Bildungsgänge verbindlich, für den qualifizierenden Hauptschulabschluss muss zudem eine Arbeit in Englisch geschrieben werden, für den Realschulabschluss eine Arbeit in der ersten Fremdsprache. Weitere Bestandteile sind für Hauptschüler die Projektprüfung, für Realschüler wahlweise eine Hausarbeit mit Präsentation oder eine mündliche Prüfung in einem vierten Fach. Die Prüfungsleistungen werden im Abschlusszeugnis separat dokumentiert.
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