KMK Präsident Ludwig Spaenle beim 22. Bundesrealschultag
Der Präsident der Kultusministerkonferenz, Dr. Ludwig Spaenle, betonte in seiner Rede vor den rund 100 Delegierten des 22. Bundesrealschultags in Essen den Wert des Bildungsföderalismus in Deutschland und den hohen Stellenwert der Realschulbildung. Der Bildungsföderalismus garantiere tragfähige bildungspolitische Lösungen vor Ort nahe am Menschen.
24.04.2010 Pressemeldung Verband Reale BildungDer Realschulbildung sprach er ein dezidiertes Lob aus. Der Realschule sei es gelungen, in den vergangenen Jahrzehnten ein attraktives Bildungsangebot zu etablieren, das neben vertiefter Allgemeinbildung den praktischen Bezug nicht aus den Augen verliert. Neue Perspektiven und eine neue Dynamik sieht Spaenle in dem Ziel, einen steigenden Anteil eines Realschuljahrgangs für den Weg zur Hochschule fit zu machen. "Wir wollen das, was die Realschule kann, weiter verbessern und Begabungen heben." sagte Spaenle.
Der Bundesvorsitzende des Verbandes Deutscher Realschullehrer (VDR), Jürgen Böhm, sprach sich für ein vielgliedriges Schulsystem mit zahlreichen Übergangsmöglichkeiten aus. Die Vielfalt der Talente, so Böhm, könne hier am besten gefördert werden. Dagegen könnten die Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen von Einheitsschulsystemen in Deutschland mit den Resultaten gegliederter Schulangebote nicht Schritt halten.
Der Bundesrealschultag endet am heutigen Samstag mit der Verabschiedung von Anträgen. Auch bei unterschiedlichen Voraussetzungen in den einzelnen Bundesländern waren sich die Delegierten einig in dem Bestreben, die Realschulbildung zu erhalten und weiter zu fördern.
Keine Kommentare vorhanden