Koalitionspartner einigen sich auf neue Schulleitungsstrukturen für die weiterführenden Schulen

Die Schulleitungen der weiterführenden Schulen in Schleswig-Holstein sollen künftig gestärkt und nach einheitlichen Kriterien gestaltet werden. Dies gab Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave heute (24. Mai) in Kiel nach einer Verständigung beider Koalitionspartner bekannt. "Die bisherigen Unterschiede bei der Zusammensetzung und den Aufgaben der Schulleitungen werden der künftigen Schulstruktur mit Regional- und Gemeinschaftsschulen nicht mehr gerecht. Wir wollen die Position der Schulleiterinnen und Schulleiter an den weiterführenden Schulen stärken", erläuterte die Ministerin. Eine moderne Schule brauche eine Schulleitung, die in der Lage sei, Aufgaben der Personalführung und -beurteilung sowie Prozesse der Qualitätsentwicklung selbstständig wahrzunehmen.

25.05.2007 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Eine Änderung des Landesbesoldungsgesetzes wird für den Beginn des Schuljahres 2008/09 vorbereitet, damit die dann neu entstehenden Regional- und Gemeinschaftsschulen mit gestärkten Schulleitungen beginnen können. Grundausstattung für jede Schule soll eine Stelle für die Schulleitung, eine Stelle für die Stellvertretung sowie eine Koordinierungsstelle für schulfachliche und pädagogische Aufgaben sein. Dies soll unabhängig von der Zahl der Schülerinnen und Schüler für alle diese Schulen gelten. Schulen, die mehr als 360 Schülerinnen und Schüler unterrichten, sollen eine zweite Koordinierungsstelle besetzen können, eine dritte Stelle soll dafür ab 540 Schülerinnen und Schülern zur Verfügung stehen und eine vierte ab 670 Schülerinnen und Schülern. Ergänzend ist für die Verbindung mit einem Grundschul- oder Förderzentrumsteil und mit einer gymnasialen Oberstufe ebenfalls eine Funktionsstelle vorgesehen. Auch die Leitungszeiten der unterschiedlichen Schularten sollen einheitlich und nach Schülerzahlen gestaffelt ausgestaltet werden.

An den Regionalen Berufsbildungszentren soll es künftig eine Schulleitungsstelle geben, zwei Stellen sollen für die Stellvertretung und eine Stelle für die Verwaltungsleitung zur Verfügung stehen, letztere soll je zur Hälfte vom Land und vom Schulträger finanziert werden.

An den Regional- und Gemeinschaftsschulen sollen sich Lehrkräfte aller Laufbahnen, die an der jeweiligen Schule vertreten sind, um eine Leitungsfunktion bewerben können. Zunächst haben jedoch die Amtsinhaber Vorrang. Aus besoldungsrechtlichen Gründen wird es weiterhin bei einer laufbahnabhängigen Besoldungsstruktur bleiben.


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