Baden-Württemberg

Kommission zur Überarbeitung der Schulbaurichtlinien nimmt Arbeit auf – Ergebnisse und Empfehlungen bis Herbst 2013

Die vom Kultusministerium gemeinsam mit den kommunalen Landesverbänden eingesetzte Kommission zur Überarbeitung der Schulbaurichtlinien ist heute (17. Juli) zur Auftaktsitzung zusammengekommen. Die Kommission wird Vorschläge erarbeiten, wie die Rahmenvorgaben des Landes beim Schulhausbau an die sich wandelnden Anforderungen angepasst werden können.

17.07.2012 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

"Neue pädagogische Konzepte sowie Ganztagsschule und Inklusion erfordern mehr räumliche Flexibilität und neue bauliche Lösungen in den Schulen. Wir müssen die Schulbaurichtlinien daher grundlegend überarbeiten", sagte Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer. Die Kommission wird geleitet von dem Pädagogen Dr. Otto Seydel (Institut für Schulentwicklung, Überlingen) und dem Architekten Jochem Schneider (bueroschneidermeyer, Stuttgart/Köln). Zu den Mitgliedern zählen neben Vertretern der kommunalen Landesverbände auch die Hauptpersonalräte der allgemein bildenden und beruflichen Schulen sowie Vertreter der Unfallkasse Baden-Württemberg, des Landesinstituts für Schulentwicklung und des Landesbetriebs Vermögen und Bau. Zudem werden neben dem Kultusministerium auch das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft sowie das Innenministerium vertreten sein.

"Die bestehenden Richtlinien beim Schulhausbau sind noch auf das Konzept der Halbtagsschule ausgerichtet", betonte die Kultusministerin. In einem gründlichen und mehrstufigen Verfahren werde die Kommission nun die Grundlagen für eine umfassende Anpassung erarbeiten. "Mit den gewandelten Anforderungen an die Schulen, wie Ganztagsschule und Inklusion, dem Wechsel zwischen individuellen und gruppenorientierten Lernformen und dem Einsatz neuer elektronischer Lernmittel müssen sich auch die Gebäude verändern, in denen die Schülerinnen und Schüler lernen und leben", sagte Dr. Seydel. Nach ersten Gesprächsrunden und Interviews mit Vertretern der wichtigsten Akteursgruppen im Schulhausbau würden in der Zeit von Herbst 2012 bis Frühjahr 2013 in vier Expertenforen die wichtigsten Entwicklungsthemen der aktuellen Debatte aus pädagogischer und architektonischer Sicht beleuchtet:

  • Unterricht mit heterogenen Lerngruppen – Lernorte der Zukunft
  • Ganztag & Inklusion – Schule (auch) als Lebensort
  • Lehrerarbeit & Teamentwicklung – moderne Arbeitswelten
  • Schule & Stadt – Kooperation in Bildungslandschaften

Auf der Basis der Erkenntnisse aus den Interviews und Foren erarbeitet die Kommission dann in Beratungen mit einem externen Expertenkreis Empfehlungen für die Überarbeitung der Schulbaurichtlinien. Diese würden im Herbst 2013 vorgelegt.


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