Kosten für Unabhängige Kommission sind angemessen

Zu den Vorwürfen des Bundes der Steuerzahler über die Kosten für eine Kommission zur Prüfung der Aufgaben für das Zentral-Abitur erklärt der Sprecher des Schulministeriums:

15.10.2009 Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

"Die heute geäußerte Kritik weisen wir zurück. Nach Abschluss des Abiturverfahrens 2009 und dem Vorliegen aller Ergebnisse kann bilanziert werden, dass sich die Einsetzung der Unabhängigen Kommission bewährt hat. Sie wird von allen Beteiligten positiv bewertet und als gewinnbringend für alle Seiten bezeichnet. Die Prüfungsaufgaben finden in weit überwiegendem Maße eine sehr positive Resonanz und werden von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern als anregend und fair bezeichnet.

Die Summe von 500.000 € pro Jahr für die Unabhängige Kommission entspricht bei ca. 65.000 Abiturientinnen und Abiturienten einem Betrag von 7,70 € pro Absolventen. Dieser Betrag ist im Interesse unserer Schülerinnen und Schüler angemessen.

Der Erfolg des nordrhein-westfälischen Modells der Qualitätssicherung zentraler Prüfungen zeigt sich auch daran, dass mittlerweile andere Bundesländer ihr Interesse bekundet haben, das Verfahren zu übernehmen. Denn es gewährleistet einerseits einen hohen Grad an fachlicher Korrektheit der Aufgaben sowie der Weiterentwicklung der Standards. Andererseits sichert die Zusammenarbeit von Fachdidaktik, Fachwissenschaft und Schulpraxis nicht nur die Standards im Abitur, sondern die Kooperation mit der Wissenschaft führt auch dazu, dass wichtige Erkenntnisse aus dem Prozess der Aufgabenentwicklung unmittelbar in die Ausbildung von Lehramtsstudierenden sowie in die fachdidaktische Forschung einfließen können. Aus diesem Grund ist es erforderlich, dass die Begutachtung der zentralen Aufgaben für das Abitur auch durch externen Sachverstand erfolgt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Schulministeriums sowie der nachgeordneten Behörden sind hierfür auf die Unterstützung durch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler angewiesen."


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden