Berlin

Kulturagenten starten an Berlins Schulen

Heute startete die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung gemeinsam mit dem Programmträger Forum K&B GmbH, der Stiftung Mercator Deutschland, der Kulturstiftung des Bundes sowie der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) in Berlin das Programm "Kulturagenten für kreative Schulen". Mit dem Modellprojekt werden an 30 ausgewählten Berliner Schulen über den Zeitraum von vier Jahren zehn zusätzliche Personen – die Kulturagenten – mit 30 Stunden Wochenarbeitszeit eingesetzt, die sich sowohl durch eine hohe Affinität zur Kunst als auch ein hohes Maß an Moderations- und Beratungskompetenz auszeichnen. Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern, der Schulleitung und den Eltern wird von nun an ein umfassendes und fächerübergreifendes Angebot der kulturellen Bildung entwickelt und langfristige Kooperationen zwischen Schulen und Kulturinstitutionen aufgebaut.

24.08.2011 Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Claudia Zinke, Staatssekretärin für Bildung, Jugend und Familie, erklärte: "Ich freue mich, dass 30 Berliner Schulen die einmalige Chance erhalten, unter kompetenter Betreuung der Kulturagenten ein Netzwerk langfristiger Kooperationen zu entwickeln und so die Angebote für kulturelle Bildung für die Schülerinnen und Schüler besser zu fördern. Das Land Berlin kofinanziert die Gehälter der Kulturagenten zu 50% und stellt insgesamt 55 Lehrerstunden für die Tätigkeit der Kulturbeauftragten an den Schulen zur Verfügung. Zusätzlich werden Mittel für die Fortbildung der Kulturbeauftragten an den Schulen bereitgestellt. Insgesamt beträgt die Förderung der Kulturagenten und Kulturbeauftragten an den Schulen durch das Land Berlin über den gesamten Projektzeitraum bis ins Jahr 2015 über 1,2 Mio. Euro."

Das Programm möchte bei Kindern und Jugendlichen Neugier für die Kunst wecken. Über die Vermittlung von Kunst und Kultur können sich weitere Chancen ergeben, neue junge Akteure für eine kulturinteressierte Öffentlichkeit zu gewinnen. Die Begegnung und Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur sowie das Erproben und Erfahren der Künste im schulischen Alltag sind hierfür grundlegend. Ziel ist, in den Schulen ein Umfeld zu schaffen, in dem Kunst Wertschätzung erfährt, sich entfalten kann und eine konstruktive Auseinandersetzung mit ihr geführt wird. Das Programm zielt auf Nachhaltigkeit, indem es die Schulen und die mit ihnen kooperierenden Kulturinstitutionen ermutigt, langfristige kulturelle Angebote zu entwickeln. Dafür steht jedem schulischen Netzwerk ein jährliches Kunstgeld zur Verfügung, mit dem eigene Kooperationsprojekte realisiert werden können.

Das Äquivalent für den Kulturagenten an den Schulen sind die Kulturbeauftragten, kulturell und künstlerisch interessierte Lehrerinnen und Lehrer, die die kulturellen Aktivitäten an der Schule kommunizieren und koordinieren.

Berlin ist neben Baden-Württemberg, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Thüringen eines der fünf Bundesländer, das im Kulturagentenprogramm mitarbeiten wird. Dazu Bildungsstaatsekretärin Claudia Zinke: "Die Entscheidung der Stiftungsräte, Berlin in das Programm aufzunehmen, darf als Anerkennung der bisherigen Bemühungen Berlins, die kulturelle Bildung an den Berliner Schulen zu stärken, verstanden werden. Berlin wird übrigens mit der gleichen Anzahl von Schulnetzwerken gefördert wie das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen. Darüber freuen wir uns sehr."

Zahlreiche Schulen hatten sich um die Aufnahme ins Kulturagentenprogramm beworben. Am 12. Mai 2011 wählte eine Jury – bestehend aus der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung, dem Programmträger Forum K&B GmbH, der Stiftung Mercator Deutschland, der Kulturstiftung des Bundes sowie der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) – die 30 Berliner Programmschulen aus.

Entsprechend der Ausschreibung des Programms stehen die weiterführenden Schulen im Zentrum. 21 der ausgewählten Schulen sind Integrierte Sekundar- bzw. Gemeinschaftsschulen, außerdem werden fünf Grundschulen, drei Gymnasien und ein OSZ im Programm mitarbeiten. (Vgl. www.kulturagenten-programm.de/programm )

"Kulturagenten für kreative Schulen" – die Berliner Programmschulen

Mitte

  • 8. Integrierte Sekundarschule in Mitte (Schule am Schillerpark)
  • Herbert-Hoover-Schule (ISS)
  • Erika-Mann-Grundschule

Kreuzberg-Friedrichhain

  • Hector-Peterson-Schule (ISS)
  • Carl-von-Ossietzky—Schule (Gemeinschaftsschule)
  • Lina-Morgenstern-Schule (Gemeinschaftsschule)
  • 8. Integrierte Sekundarschule (Skalitzer Straße)
  • 10. Integrierte Sekundarschule (Bergmannstraße)
  • Fichtelgebirge-Grundschule

Pankow

  • Hagenbeck-Schule (ISS)
  • Reinhold-Burger-Schule (ISS)
  • Marcel-Breuer-Schule (OSZ)
  • Kurt-Tucholsky-Schule (ISS)
  • Heinz-Brandt-Schule (ISS)
  • Wilhelm-von-Humboldt-Schule (Gemeinschaftsschule)

Charlottenburg-Wilmersdorf

  • Friedensburg-Schule (ISS)

Spandau

  • Schule am Staakener Kleeblatt (ISS)
  • Carl-Friedrich-von-Siemens-Oberschule (Gymnasium)

Tempelhof-Schöneberg

  • Gustav-Langenscheidt-Oberschule (ISS)
  • Robert-Blum-Oberschule (Gymnasium)
  • Teltow-Grundschule

Neukölln

  • Hermann-von-Helmholtz-Schule (ISS)
  • Walter-Gropius-Schule (Gemeinschaftsschule)
  • Janusz-Korczak-Schule (Grundschule)

Treptow-Köpenick

  • Anna-Seghers-Schule (Gemeinschaftsschule)
  • Sophie-Brahe-Schule (Gemeinschaftsschule)
  • Grünauer Schule (Gemeinschaftsschule)

Reinickendorf

  • Bettina-von-Arnim-Schule (ISS)
  • Thomas-Mann-Schule (Gymnasium)
  • Hannah-Höch-Grundschule

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