Kultusminister für mehr Integration von Förderschülern

Kultusminister Steffen Flath hat die steigende Zahl der Integrationsschüler an Sachsens Schulen begrüßt. Insgesamt 2588 Schüler mit Förderbedarf und damit 17 Prozent mehr als im Vorjahr, sind an allgemein bildenden Schulen integriert. Das geht aus der heutigen Meldung des Statistischen Landesamtes hervor. Damit hat sich der Anteil von Förderschülern, die in integrativen Angeboten lernen von 3,3 Prozent im Schuljahr 1999/2000 auf rund 11,4 Prozent fast vervierfacht.

09.01.2007 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Kultus

"Dennoch gibt es deutliche Reserven für mehr Integration. Ziel muss sein, mehr gemeinsame Bildungsangebote für Behinderte und Nichtbehinderte zu schaffen", so Flath. Mehr Integration dürfe allerdings nicht bedeuten, sich in jedem Fall gegen die schulische Laufbahn an einer Förderschule zu entscheiden. Der Grundsatz müsse lauten: So viel gemeinsamer Unterricht mit nicht behinderten Schülern wie möglich und so viel besonderer Unterricht an Förderschulen wie nötig.

In der Praxis würden die Chancen zur Integration leider nicht immer optimal ausgeschöpft, so Flath weiter. Auffallend sei, dass der Anteil der Integrationsschüler beim Übergang an Mittelschule oder Gymnasium sinkt. Die Gründe dafür seien vielfältig. So seien mehr schulartübergreifende Kooperationen notwendig. Mittelschulen und Gymnasien sollten mehr als bisher die gute Integrationsarbeit der Grundschulen fortsetzen. Außerdem müssten bei der Ausbildung der Lehrkräfte für weiterführende Schulen förderpädagogische Inhalte eine größere Rolle spielen. Das Land unterstütze die Schulen dabei, die personellen und baulichen Voraussetzungen für Integration zu schaffen. Die Kommunen müssten allerdings den Eigenanteil von 35 Prozent aufbringen.


Weiterführende Links

  • Pressemeldung 6/ 2007 des Statistischen Landesamtes Sachsen

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