Kultusminister Goebel: "Nachhaltigkeit muss gelernt werden"

In diesem Jahr nimmt Thüringen mit 17 Schulen - davon fünf Grundschulen - am Bund-Länder-Transferprogramm "BLK 21-Transfer" teil. Damit ist der Freistaat eines von 14 teilnehmenden Bundesländern. Die Durchführung von "Transfer 21" wird je zur Hälfte vom Bund und den teilnehmenden Ländern finanziert. Das Thüringer Kultusministerium fördert "Transfer 21" im Freistaat in diesem Jahr mit 70.000 Euro. Das Grundkonzept des Programms sieht vor, Bildung für nachhaltige Entwicklung in den Unterricht zu integrieren. Dabei wird besonderer Wert auf die Vermittlung von Gestal-tungskompetenz. Gestartet wird das Transferprogramm in Thüringen heute an der Eisenacher Goetheschule.

19.05.2005 Thüringen Pressemeldung Thüringer Kultusministerium

Thüringens Kultusminister Prof. Dr. Jens Goebel (CDU) sagte dazu: "Nachhaltigkeit muss gelehrt und gelernt werden. Thüringen hat sich deshalb seit schon 2002 am BLK-Programm 'Bildung für eine nachhaltige Entwicklung' beteiligt und das mit Erfolg. Im Verlauf dieses Programms konnte ein Netz von Umweltkontaktschulen in Thüringen aufgebaut werden. Diese können als Transferschulen ihre Erfahrungen und die bereits entwickelten Materialien zur nachhaltigen Entwicklung in Unterricht und schulischem Alltag einbringen und an andere Schulen weitergeben. Thüringen ist für die UN-Weltdekade 'Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005 - 2012' gut gerüstet."

Die organisatorische Basis in Thüringen bilden die 12 Umweltkontaktschulen, die das Thema Nachhaltigkeit in einem stabilen Netzwerk vielfältig umsetzen und als Kern- sowie Kooperationsschulen fungieren können. Darüber hinaus existieren in Thüringen gut vernetzte Strukturen mit außerschulischen Trägern, wie z.B. dem Arbeitskreis Umweltbildung Thüringen e.V. (akuTh). In diesen Transferprozess werden auch fünf Grund- und Ganztagsschulen einbezogen und es sollen Multiplikatoren als "Be-rater für Nachhaltigkeit" ausgebildet werden. Ebenso soll die 1.Phase der Grundschullehrerausbildung an der Uni Erfurt einbezogen und Partner der Regelschul- und Gymnasiallehrerausbildung an der FSU Jena gewonnen werden

Minister Goebel abschließend: "Thüringen hat sich als Ziel gesetzt, 'Berater für Nachhaltigkeit' an bis zum Jahr 2008 etwa 80-90 Schulen - 10 Prozent der Schulen im Freistaat - zu etablieren. Dabei ist vorgesehen, die zahlreichen Schulen des Netzwerkes 'Umweltschulen in Europa' und die 'Energiesparschulen' teilweise in das Netzwerk der Umweltkontaktschulen zu integrieren."


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