Bayern

Kultusminister Ludwig Spaenle hat seit 2008 wichtige bildungspolitische Weichen gestellt

Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle hat in seiner aktuellen Amtszeit von 2008 bis heute wichtige bildungspolitische Weichen gestellt: Insbesondere hat er das bayerische Bildungswesen durchlässiger gestaltet und den Schülerinnen und Schülern mehr Chancen eröffnet. Dass neue Weichenstellungen auch neue Begriffe mit sich bringen, ist dabei selbstverständlich. So kommentiert das Bayerische Kultusministerium die heutigen Ausführungen der Landtagsfraktion der Grünen.

08.08.2013 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Entscheidend ist die inhaltliche Umsetzung, die auf die jeweilige Weichenstellung folgt. Stellvertretend sei hier auf die Weiterentwicklung der Hauptschule zur Mittelschule verwiesen. Nahezu 100 Prozent aller bayerischen Hauptschulen haben sich seit dem Schuljahr 2010/2011 freiwillig und bewusst zu Mittelschulen entwickelt. Sie bieten den Schülerinnen und Schülern damit eine verstärkte Berufsorientierung, ein Ganztagsangebot und die Möglichkeit, einen mittleren Bildungsabschluss zu erwerben. Der Begriff der Mittelschule steht damit klar für eine qualitätsvolle Weiterentwicklung des differenzierten Schulwesens.

Auch die Initiative der "Bildungsregionen in Bayern" kann schon jetzt auf einen erfolgreichen Verlauf blicken. Mehr als 40 bayerische Städte und Landkreise haben sich bereits auf den Weg gemacht, vor Ort alle Einrichtungen, die sich mit Erziehung und Bildung junger Menschen beschäftigen, zu vernetzen, um die Bildungslandschaft vor Ort aktiv zu gestalten.

Weiterentwicklung des differenzierten Schulwesens im Dialog

Bei der Weiterentwicklung des differenzierten Schulwesens war es Kultusminister Ludwig Spaenle ein wichtiges Anliegen, die beteiligten Menschen in die Gestaltungsprozesse mit einzubeziehen. Stellvertretend stehen hierfür die Dialogforen der Mittelschulen, die Diskussionsforen und Online-Erhebungen zur Einführung der Oberstufe des Gymnasiums und zur Situation an den Gymnasien. Auch die Online-Erhebungen zum Übertrittsverfahren, die Dialogforen der Bildungsregionen sowie der Runde Tisch zur Integration stehen für eine Politik des Dialogs und der Verlagerung von Entscheidungen und Kompetenzen.

Für Kultusminister Ludwig Spaenle waren und sind bei der Weiterentwicklung des differenzierten Schulwesens die Prinzipien Qualität und Gerechtigkeit entscheidend. Das zeigt sich auch in den vier Leitideen dieser Weiterentwicklung:

1. Mehr Bildungsgerechtigkeit

Kultusminister Ludwig Spaenle hat zum einen die Weichen für mehr Bildungsgerechtigkeit gestellt - d.h. möglichst gleiche Bildungschancen für alle Kinder und Jugendliche unabhängig vom Elternhaus. Elemente dazu sind unter anderem:

  • der konsequente Ausbau der Ganztagsangebote - und zwar entsprechend der Bedürfnisse von Schülern und Eltern.
  • eine intensivierte Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund beispielsweise durch zusätzliche Sprachförderung über die Vorkurse und die Angebote an Grundschulen hinaus auch an weiterführenden Schulen
  • der Beginn der Umsetzung der Inklusion im Rahmen der UN-Behindertenrechtekonvention in enger Zusammenarbeit mit allen fünf Fraktionen des Bayerischen Landtags

2. Individuelle und persönliche Lernzeit für alle Schülerinnen und Schüler

Staatsminister Spaenle hat in den zurückliegenden fünf Jahren begonnen, die individuelle und persönliche Lernzeit für alle Schülerinnen und Schüler an allgemein bildenden Schulen umzusetzen. Jeder Schüler soll die Lernzeit erhalten, die er benötigt, um sein Bildungsziel zu erreichen. Dazu gehören:

  • die Einführung des Modellprojekts Flexible Grundschule mit der Stiftung Bildungspakt Bayern. Hier können die Schüler die Eingangsphase der Grundschule in einem, zwei oder drei Jahren durchlaufen.
  • die Einführung von Vorklassen auch an den Fachoberschulen als Brücke für Schüler mit mittlerem Bildungsabschluss zu den Fachoberschulen.
  • die deutliche Steigerung der Zahl der Einführungsklassen an Gymnasien als Brücke für Schüler mit mittlerem Bildungsabschluss.
  • die individuelle und persönliche Lernzeit am Gymnasium bis hin zum Flexibilisierungsjahr, das zum kommenden Schuljahr eingeführt werden wird.

3. Qualitätsvolle Weiterentwicklung der einzelnen Schularten

Auch qualitativ hat Kultusminister Spaenle die einzelnen Schularten weiterentwickelt. Dieser Prozess umfasst unter anderem:

  • die Weiterentwicklung der Hauptschule zur Mittelschule ab 2010/2011 mit einer entsprechenden Vorbereitungsphase.
  • der Start der Initiative Realschule 21 mit besonderer Akzentuierung auf die MINT-Fächer und den bilingualen Unterrichts
  • Überarbeitung der Lehrpläne des achtjährigen Gymnasiums sowie der Ausbau der individuellen Förderung
  • die Ausgestaltung der Eigenverantwortlichen Schule

4. Sicherung bayernweit vergleichbarer Bildungs- und Lebensbedingungen

Erhebliche Anstrengungen hat Kultusminister Ludwig Spaenle unternommen, um Schule und Unterricht wohnortnah zu sichern und in einem Flächenstaat auch angesichts der demographischen Entwicklung vergleichbare Bildungs- und damit auch Lebensbedingungen zu sichern und weiterzuwickeln. Dazu gehören unter anderem:

  • der Erhalt bestehender Schulen - im Bereich der Grund- und Mittelschulen wurden hierzu zahlreiche erhebliche zusätzliche Lehrerstellen bereitgestellt
  • die Einrichtung neuer Schulen darunter im Bereich der allgemein bildenden Schulen 10 Gymnasien und 18 Realschulen sowie die Neugründung von beruflichen Schulen wie etwa 22 Technikerschulen
  • die Initiative "Bildungsregion in Bayern"

"Bildung genießt in Bayern höchste Priorität", unterstrich Kultusminister Ludwig Spaenle. Auch deshalb seien die Investitionen des Freistaats in die Bildung der Kinder und Jugendlichen in den letzten Jahren stetig gestiegen. So konnte der Etat des Bayerischen Kultusministeriums seit 2008 von rund 8,5 Milliarden Euro im Haushaltsjahr auf über 10,5 Milliarden Euro im Haushaltsjahr 2013 gesteigert werden. Mit einem Blick nach vorne betonte Kultusminister Spaenle abschließend noch: "Bayern wird auch in Zukunft die bildungspolitischen Herausforderungen engagiert angehen." In diesem Zusammenhang nannte er insbesondere die Themen Durchlässigkeit, Integration und Inklusion.


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