Kultusminister Olbertz zu den jüngsten PISA-Ergebnissen "Anlass zu Freude, aber nicht zur Zufriedenheit"

Dass Deutschland bei der jüngsten PISA-Studie im internationalen Vergleich deutlich aufgeholt hat, sei eine Bestätigung der vielfältigen Anstrengungen, die von den Ländern in den letzten Jahren zur Verbesserung der schulischen Bilding unternommen worden seien, kommentierte Sachsen-Anhalts Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz die heute veröffentlichten Ergebnisse der PISA-Studie 2006.

04.12.2007 Sachsen-Anhalt Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

Danach hat Deutschland vor allem im Schwerpunkt der Studie, den naturwissenschaftlichen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler, deutlich aufgeholt und liegt jetzt im Vergleich aller an der Untersuchung beteiligten Länder im vordersten Viertel, unter den OECD-Mitgliedsstaaten sogar auf Rang 8. Hier zeigen lediglich Kanada, Japan, Neuseeland und die Niederlande bessere Ergebnisse. In den beiden anderen Untersuchungsbereichen, Lesevermögen sowie mathematisches Wissen und Können, hat Deutschland seine Position im OECD-Durchschnitt behaupten können.

"Bei aller berechtigten Freude über diese Ergebnisse darf man aber nicht übersehen, dass das Leistungsspektrum der deutschen Schülerinnen und Schüler sehr breit ist, die soziale Stellung der Eltern nach wie vor erheblich die schulischen Chancen beeinflusst und Kinder mit Migrationshintergrund deutlich schlechtere Bildungschancen haben", so Olbertz. Hier müssten weitere Maßnahmen ergriffen werden, insbesondere im Bereich der Sprachförderung, der nachholenden Förderung bei Leistungsrückständen und in der Kooperation zwischen Elternhäusern und Schulen. Das dies ein erfolgreicher Weg sei, zeige der leicht abnehmende Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Schulerfolg im Bereich der Leseförderung.

Im Frühjahr werden mit PISA-E die Ergebnisse des Ländervergleichs innerhalb Deutschlands vorgelegt. "Ich bin zuversichtlich, dass Sachsen-Anhalt einen Teil zu dem insgesamt guten Abschneiden Deutschlands bei den aktuellen PISA-Erhebungen beigetragen hat", so der Minister.


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