Kultusminister Schneider begrüßt Einführung bundesweiter Lernstandserhebungen an der Grundschule: "Weiterer Schritt zur Umsetzung gemeinsamer Bildungsstandards"

"Mit der Festlegung auf jährliche bundesweite Lernstandserhebungen gegen Ende der dritten Jahrgangsstufe in den Fächern Deutsch und Mathematik machen die Länder einen weiteren Schritt zur Umsetzung der gemeinsam vereinbarten Bildungsstandards und ihrer regelmäßigen Evaluation", begrüßte Kultusminister Schneider die gestrige Ankündigung seiner schleswig-holsteinischen Amtskollegin Ute Erdsiek-Rave, amtierende Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), ab dem Schuljahr 2007/2008 bundesweite Lernstandserhebungen an den Grundschulen durchzuführen.

21.09.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Bereits 2002 führte Bayern als erstes Bundesland zentrale Orientierungsarbeiten in der Grundschule ein. Seitdem werden diese regelmäßig durchgeführt, um den Leistungsstand der Schülerinnen und Schüler an einem objektiven Maßstab zu verorten. Die landesweit einheitlichen Arbeiten werden künftig von den bundesweiten Lernstandserhebungen abgelöst.

Die Federführung des deutschlandweiten Projekts haben die Länder Bayern und Rheinland-Pfalz übernommen, die über die größte Erfahrung bei der Durchführung zentraler Leistungstests im Grundschulbereich verfügen. An der Entwicklung der Aufgaben sind Vertreter aller Länder beteiligt. Die wissenschaftliche Begleitung liegt in den Händen der Universität Koblenz-Landau und der Ludwig-Maximilians-Universität München. Als erster Testtermin ist der Frühsommer 2008 vorgesehen.

Kultusminister Schneider betonte die Bedeutung zentraler Vergleichsar¬beiten als Instrument der Unterrichtsentwicklung: "Die Vergleichsarbeiten bieten Lehrkräften und Eltern einen objektiven Maßstab zur Beurteilung von Schülerleistungen. Sie geben Hinweise für die weitere individuelle Förderung der Kinder, regen aber auch die Reflexion der Lehrkräfte über die eigene Diagnosefähigkeit an. Sie stoßen pädagogische und fachdidaktische Diskussionen in den Schulen an und intensivieren diese. Mit noch differenzierte Rückmeldungen wollen wir den diagnostischen Wert der Tests weiter erhöhen."


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