Kultusminister Siegfried Schneider zur Diskussion um eine Verkürzung der Schulferien: "Ich halte das für eine unnötige Debatte"

Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider hält eine Kürzung der Schulferien in Bayern für nicht sinnvoll. Im einzelnen führt er aus:

16.08.2007 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

  1. "Bayerns Schülerinnen und Schüler erreichen bei internationalen Vergleichsstudien hervorragende Leistungen. Das Arbeitspensum eines Schuljahres ist entsprechend anspruchsvoll. Aus diesem Grund brauchen die Kinder und Jugendlichen genügend unterrichtsfreie Tage, um sich nachhaltig zu erholen, um Zeit mit der Familie und mit Freunden zu verbringen und auch um Lerninhalte zu wiederholen und zu reflektieren."

  2. "Die Länder haben sich in einem Staatsvertrag, dem sogenannten "Hamburger Abkommen" verbindlich auf eine Zahl von 75 unterrichtsfreien Werktagen im Jahr verständigt. Diese Vereinbarung hat sich seit vielen Jahren bestens bewährt. Den bayerischen Schülerinnen und Schülern steht zweifellos dieselbe Erholungszeit zu wie den Kindern in den anderen Ländern."

  3. "Wir gestalten die Ferienplanung in Bayern so, dass sich pädagogisch sinnvolle Zäsuren ergeben und dass die Ferienzeiten arbeitnehmerfreundlich sind. Besonders die unterrichtsfreie Zeit an Pfingsten, Weihnachten und Ostern wird von den Familien sehr geschätzt und ist seit Jahren fester Bestandteil der Urlaubsplanung. In den Sommerferien erlaubt die 6-Wochen-Planung eine sinnvolle Vertretungsregelung in den Unternehmen. Besonders von Arbeitsmedizinern wird gefordert, dass ein Arbeitnehmer die Möglichkeit haben sollte, etwa im Sommer drei zusammenhängende Wochen Urlaub zu nehmen."

  4. "Ich sehe derzeit keinen Bedarf, Unterrichtsstunden oder Ferien zu kürzen. Allein um eine Reduzierung des Unterrichts um 2-3 Stunden pro Woche auszugleichen, wäre eine Kürzung der Ferien von über 2 Wochen erforderlich."


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