Kultusminister stellt Auswertung und Ergebnisse des ersten Zentralabiturs vor - Aufgabenübermittlung per Internet hat sich bewährt

"Eine landesweite Durchschnittsnote von 2,71 haben die gut 23.600 Schülerinnen und Schüler der rund 350 gymnasialen Oberstufen und Fachgymnasien in den berufsbildenden Schulen erzielt und waren damit geringfügig besser als die Abiturienten des Vorjahrs. Das ist eine insgesamt zufrieden stellende Leistung", stellte der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann heute (06.11.2006) vor Journalisten in Hannover die Auswertung und die Ergebnisse des ersten Zentralabiturs in Niedersachsen vor.

07.11.2006 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches Kultusministerium

"Die öffentlichen Gymnasien erreichten eine Durchschnittsnote von 2,66. Etwas besser schnitten die Abendgymnasien mit 2,56 und die Gymnasien in freier Trägerschaft mit 2,60 ab. Etwas unterhalb der öffentlichen Gymnasien liegen die Freien Waldorfschulen mit 2,68, die Kooperativen Gesamtschulen (KGS) mit 2,69, die Integrierten Gesamtschulen (IGS) mit 2,71, die Kollegs mit 2,79 und die Fachgymnasien der beruflichen Bildung mit 2,94", sagte Busemann. Regional liege der Bereich der Abteilung Braunschweig der Landesschulbehörde mit 2,65 vorn. Es folgten Hannover mit 2,69, Lüneburg mit 2,73 und Weser-Ems mit 2,76.

Die elektronische Übermittlung der landesweiten Aufgabenstellungen in den schriftlichen Prüfungen habe sich bewährt. Sie werde künftig, wie schon bei den zentralen Abschlussarbeiten für den Hauptschulabschluss nach Klasse 9, auch bei den anderen zentralen Abschlussprüfungen im Sekundarbereich I eingesetzt. "Andere Bundesländer wollen das Verfahren übernehmen", hob Busemann hervor. Kleinere Fehler in den Materialien der Abituraufgaben hätten mit einer Ausnahme die Bearbeitung der Prüfungsaufgaben nicht beeinträchtigt. "Gleichwohl sollte das in Zukunft nicht mehr vorkommen", betonte der Kultusminister.

Eine Stichprobe an insgesamt 61 ausgewählten Schulen in den Kernfächern Deutsch, Englisch und Mathematik habe ergeben, dass die Lehrkräfte sich in allen drei Fächern an die Bewertungsvorgaben gehalten und den Bewertungsrahmen angemessen ausgeschöpft hätten. In einigen Fällen hätten die Korrekturen allerdings insbesondere mit Bezug auf Sprachrichtigkeit und Sprachgenauigkeit gezielter vorgenommen werden müssen. "Verstöße gegen die Sprachrichtigkeit traten sehr häufig auf. So musste z. B. bei fast 40 % aller untersuchten Prüfungsarbeiten im Fach Deutsch in den untersuchten Schulen im Großraum Hannover ein Punkabzug wegen mangelnder Sprachrichtigkeit vorgenommen werden", erläuterte Busemann. Auch im Fach Englisch sei von den beiden Bereichen "Sprache" und "Inhalt" an mehreren Schulen der Bereich "Sprache" im Vergleich zum "Inhalt" nicht angemessen genug bewertet worden. Die Abweichungen zwischen dem Klausurendurchschnitt der letzten beiden Schuljahre und der Abiturklausur seien nur im Fach Mathematik in den Grundkursen auffällig.

"Unbeschadet der Abweichungen bei einzelnen Schulen gab es bei insgesamt guten Ergebnissen keine signifikanten Abweichungen zu den Ergebnissen des Vorjahres. Trotz eines gewissen Verbesserungsbedarfs in einzelnen Punkten sind Durchführung und Ergebnisse des ersten Niedersächsischen Zentralabiturs als Erfolg zu werten", so Busemann abschließend.


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