Kultusminister weist massenhaftes Schulsterben zurück
Als "unverantwortlich und nur geeignet, die gesamte Schulland-schaft zu verunsichern", hat der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann Äußerungen des SPD-Spitzenkandidaten Jüttner zu einem angeblichen umfangreichen Schulsterben in Niedersachsen zurückgewiesen.
07.11.2006 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches Kultusministerium"Natürlich haben wir es auf Grund der demografischen Entwicklung mit rückläufigen Schülerzahlen zu tun. Deswegen ist es eine besondere Herausforderung, möglichst alle Schulstandorte zu erhalten, in der Fläche und vor allem im Grundschulbereich", sagte Busemann. Für die Hauptschulen arbeite die SPD mit nicht vergleichbaren Zahlen. "Insbesondere wurde vergessen, für die Jahrgänge von Klasse 5 bis 9 die aus den bekannten Gründen zu erwartenden Rückläuferzahlen aufzuaddieren", machte Busemann deutlich. Ebenso wenig vertretbar sei es, kleinere Hauptschul- und Realschulsysteme als nicht leistungsfähig zu diskreditieren. Zur Sicherung eines wohnortnahen Schulwesens seien gerade die kleinen Standorte wichtig.
"Besonders fatal ist, dass zur falschen Analyse auch noch das falsche Lösungsrezept angeboten wird. Die Einheitsschule oder gemeinsame Schule ist das Mustermodell für Standortschließungen", betonte der Kultusminister. Damit werde die Axt an eine gesunde Schullandschaft gelegt. Jüttner lasse jetzt endlich die Katze aus dem Sack. Letztlich wolle er mit der gemeinsamen Schule einen gewaltigen Schulstandortkonzentrationsprozess einhergehen lassen "Jüttner will doch nicht im Ernst den Menschen erzählen, dass er quasi in jedem Dorf eine gemeinsame Schule vorhalten will, die von der Förderschule bis zum Gymnasium alles umfasst. Die Bürgerinnen und Bürger wollen keine Einheitsschule für alle. Gerade erst hat sich der Landeselternrat sehr eindeutig gegen das SPD-Schulmodell und gegen Strukturveränderungen im Schulsystem ausgesprochen", hob Busemann hervor.
"In Kenntnis der demografischen Gesamtsituation werde ich für jeden Schulstandort kämpfen", so Busemann abschließend.
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