Kultusministerin Karin Wolff betont Bedeutung der Lese- und Schreibkompetenz:

Anlässlich der Verleihung des diesjährigen Jugendliteraturpreises der Oberhessischen Versorgungsbetriebe (OVAG) hat Hessens Kultusministerin Karin Wolff gestern Abend in Anwesenheit von Professor Dr. Hellmuth Karasek in Friedberg die Bedeutung der Lese- und Schreibkompetenz als Basis des Lernens in allen Schulfächern betont: "Beides gehört zum Bildungsauftrag unserer Schulen. Wer nicht gut genug lesen und schreiben kann, wird nicht nur im Schulfach Deutsch, sondern in allen anderen Fächern Probleme bekommen. In unserer so genannten Kommunikations- und Wissensgesellschaft ist das Grundvoraussetzung eines erfolgreichen Lebens nach der Schule", sagte Karin Wolff.

11.10.2006 Hessen Pressemeldung Hessisches Kultusministerium

Nach PISA- und anderen Studien beherrsche etwa jedes fünfte Schulkind die Fähigkeit des Sinn erfassenden Lesens nicht und über 40 Prozent der Schülerinnen und Schüler gäben an, nicht zum Vergnügen zu lesen. Dies bezeichnete die Kultusministerin im Blick auf den engen Zusammenhang zwischen Lesemotivation und Lesekompetenz als "sehr bedenklich". Deshalb setze die Hessische Landesregierung alles daran, bereits im Kindergarten- und Grundschulalter Freude am Lesen, Schreiben und Lernen zu wecken. Dazu zählten Vorlaufkurse und Intensivklassen für Migrantenkinder nach dem Motto "Nur wer Deutsch kann, kommt in die erste Klasse". Ein anderes Beispiel seien Grundschulkinder, die im Rahmen des Bildungs- und Erziehungsplans Kindergartenkindern vorlesen.

"Darauf aufbauend gibt es in- und außerhalb des Schulunterrichts eine Vielzahl von Möglichkeiten, kreatives, journalistisches oder literarisches Schreiben zu üben", so Karin Wolff: "Gerade im Land der Dichter und Denker sollten wir uns dazu besonders verpflichtet fühlen und das künstlerische Potenzial begabter Schülerinnen und Schüler wecken und fördern."

Die Preisträger des OVAG-Wettbewerbs würdigte die Staatsministerin als "erfolgreiche und prämierte Jungschriftsteller". Diese widerlegten ein Zitat des Schriftstellers William Somerset Maugham (1874-1965): "Das Problem bei unseren jungen Schriftstellern ist, dass sie alle um die Sechzig sind" sowie den Vorschlag aus einer Jugendbuchrezension der Illustrierten Stern: "Jugendbücher dürfen nur über 60jährige schreiben – da steckt dann genügend Weisheit drin" gleichermaßen. Der in diesem Jahr zum dritten Mal vergebene OVAG-Jugendliteraturpreis sei eine hervorragende Einrichtung, um schlummernde Begabungen zu entdecken, zum Schreiben anzuregen und Talente zu fördern, lobte Karin Wolff.


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