Kultusministerin sieht gute Leistungen der Schulen durch neuen "Lernatlas" bestätigt
Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer sieht die guten Leistungen der Schulen des Landes durch den "Deutschen Lernatlas" der Bertelsmann-Stiftung bestätigt. "Die Lehrerinnen und Lehrer haben es durch ihr großes Engagement erreicht, dass unsere Schulen so gut dastehen", erklärt die Ministerin. Baden-Württemberg liegt insgesamt auf Platz zwei. Allerdings zeige die Publikation auch, dass die Landesregierung richtig darin liege, Bereiche mit großem Nachholbedarf konsequent anzugehen.
21.11.2011 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-WürttembergSo macht die Studie auf regionale Unterschiede im Bildungssystem innerhalb Baden-Württembergs aufmerksam. "Unser Ziel müssen gleichwertige Bedingungen in der Bildung sein, egal ob jemand im ländlichen oder im städtischen Raum lebt. Auch dies ist ein wichtiger Aspekt von Chancengleichheit", sagt Gabriele Warminski-Leitheußer. Zudem weisen die Autoren des "Deutschen Lernatlas" darauf hin, dass die Zahl von Hochqualifizierten dringend gesteigert werden müsse. Besonders wichtig sei auch, dass das Förderschulsystem und das Prinzip des "Sitzenbleibens" überdacht werden müssten. Wörtlich heißt es in dem Bericht: "Dass das Herstellen homogener Lernbedingungen durch das Aussortieren von Kindern per ´Sitzenbleiben` oder ihren Verweis auf andere Schulformen nicht der richtige Weg ist, um möglichst gute Lernergebnisse zu erreichen, haben mehrere von der Bertelsmann in Auftrag gegebene Studien gezeigt."
Das Kultusministerium will auch angesichts dieser Erkenntnisse die individuelle Förderung an den Schulen deutlich stärken. Insbesondere die neue Schulart Gemeinschaftsschule werde die individuelle Förderung jeder Schülerin und jedes Schülers in den Mittelpunkt stellen. "Wir müssen derartige Ratschläge konsequent umsetzen, um das Schulsystem des Landes noch zukunftsfähiger zu machen", erklärt die Ministerin.
Die Kultusministerin begrüßt die Idee der Bertelsmann-Stiftung, durch den "Deutschen Lernatlas" Daten zur Bildungssituation kleinräumiger darzustellen als dies bislang der Fall war. Insbesondere die regionale und kommunale Bildungsplanung könne von diesem Ansatz profitieren. Der Lernatlas baut auf einschlägigen Studien wie PISA oder IGLU auf und bestätigt das bekannte gute Abschneiden Baden-Württembergs bei wichtigen Indikatoren der Schulleistungen.
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