Kultusministerium erprobt Online-Übermittlung der Abituraufgaben

"Im April 2006 wird es ernst. Dann wird Niedersachsen als erstes Bundesland ein Zentralabitur durchführen, bei dem die Aufgaben den Schulen online übermittelt werden. Dabei gelten höchste Sicherheitsansprüche, denn die Daten dürfen nicht in unbefugte Hände gelangen", sagte der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann am Freitag (07.10.05) in Hannover.

07.10.2005 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

Von anderen Bundesländern werde der Ablauf in Niedersachsen mit großem Interesse verfolgt, denn das Online-Verfahren erleichtere nicht nur die Durchführung des Zentralabiturs erheblich, sondern spare auch Zeit und Geld.

Damit alles reibungslos funktioniert, führte das Niedersächsische Kultusministerium am Mittwoch 5. Oktober eine Generalprobe durch. Alle niedersächsischen Gymnasien und Fachgymnasien, in denen 2006 Abiturprüfungen stattfinden, starteten am frühen Nachmittag ihre Rechner, um Abitur-Testaufgaben aus dem Internet herunter zu laden. Bereits nach einer halben Stunde hatten 320 von 371 Schulen alle Testaufgaben vollständig vom Niedersächsischen Bildungsser-ver geladen. Ernste Schwierigkeiten gab es nur in wenigen Schulen. Für diese Fälle stehen im "Ernstfall" dann Ausweichlösungen zur Verfügung. Sowohl im Kultusministerium wie beim Bildungsserver in Hildesheim war eine Hotline eingerichtet, um den Schulen bei Fragen und Problemen schnelle Hilfe anzubieten und eventuell auftretende Schwachstellen oder Sicherheitslücken bis zum Abiturtermin im nächsten Jahr zu erkennen und zu beseitigen.

"Die sehr erfolgreiche Generalprobe zeigt, dass unser Verfahren ausgezeichnet funktioniert", zeigte sich Kultusminister Bernd Busemann zufrieden mit der Probe.


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