Baden-Württemberg

Kultusministerium reagiert auf die Sorge von Schulleitern und Eltern: Weitere 150 Lehrerstellen für die Gymnasien freigegeben

Das Kultusministerium hat für das kommende Schuljahr weitere 150 Lehrerstellen für die Gymnasien zur Einstellung freigegeben. Es reagiert damit auf die Sorge von Schulleitern und Eltern, der Pflichtunterricht im Schuljahr 2011/12 könne gefährdet sein. Die Stellen werden zur Schließung der von den Regierungspräsidien gemeldeten Versorgungslücken verwendet.

29.07.2011 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Die Regierungsbezirke erhalten damit: Stuttgart 100, Karlsruhe 25, Tübingen 20 und Freiburg 5 Stellen. "Wir wollen auf jeden Fall sicherstellen, dass die Unterrichtsversorgung gewährleistet ist", unterstreicht Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer. Das bedeute auch, dass trotz des prognostizierten Rückgangs um etwa 6.100 Schülerinnen und Schülern wieder alle frei werdenden Lehrerstellen im Gymnasialbereich besetzt werden.

Zudem stehen den Gymnasien ab dem kommenden Schuljahr zusätzliche 290 Stellen zur Verfügung: 240 zur Absenkung des Klassenteilers auf 30 Schülerinnen und Schülrer sowie weitere 50 Stellen aus dem Grund-, Haupt- und Werkrealschulbereich zur Entlastung der Kursstufe. Auch die noch von der vorhergehenden Landesregierung beschlossene Sparauflage, die zum neuen Schuljahr zur Sperrung von 711 Lehrerstellen geführt hätte, wurde von der Regierungskoalition jetzt im vierten Nachtrag zum Haushalt 2011 rückgängig gemacht. Die Gymnasien wären an der Stellensperrung mit 164 Stellen beteiligt gewesen.

Damit werde nach derzeitigem Kenntnisstand nicht nur der Pflichtunterricht gesichert. Es stehe auch ein angemessener Ergänzungsbereich zur Verfügung. "Jeder Unterrichtsausfall belastet Schulen und Schüler und muss deshalb reduziert werden", erklärt die Ministerin.

Die Regierungspräsidien müssen bei der Zuweisung der verfügbaren Ressourcen zunächst vorsichtig agieren. Schließlich gibt es bis zum Beginn des neuen Schuljahres 2011/12 keine genaue Angabe über die Zahl der Schüler noch über diejenige der Lehrerstellen, die durch Elternzeit, Dienstunfähigkeit oder Tod frei werden. "Das Kultusministerium legt Wert auf eine bedarfsgerechte und regional ausgewogene Verteilung der Lehrerstellen", erläutert die Ministerin. Der Pflichtunterricht müsse auf jeden Fall gesichert sein.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden