Kultusministerium weist Kritik der Linken am "Jahr der Demokratie" strikt zurück

Das Thüringer Kultusministerium weist die in der heutigen Plenarsitzung geäußerte Kritik der Fraktion Die Linke an dem von der Thüringer Landesregierung ausgerufenen "Jahr der Demokratie 2009" strikt zurück. Außerdem stellt das Kultusministerium klar, dass es "Traumdaten der Demokratie" und nicht "Traumtaten" heißt. "Ob fehlende Lesekompetenz oder Absicht, auf jeden Fall sollte man sich auf so eine Debatte besser vorbereiten", so ein Sprecher.

28.02.2008 Thüringen Pressemeldung Thüringer Kultusministerium

"Die Behauptung der Linken, das ´Jahr der Demokratie´ sei hinsichtlich des Umgangs mit drängenden Fragen der Zeit ´Traumtänzerei´ ist skandalös. Hier offenbart sich das noch immer ungeklärte Verhältnis der nur äußerlich gewandelten SED-Nachfolgepartei zur Demokratie. Statt auf konkrete Konzepte und Demokratieerziehung, setzt die Linkspartei auf Populismus. Die Äußerungen offenbaren zudem, dass die Linke den verfassungsmäßigen Auftrag zur Demokratieerziehung auch 19 Jahre nach der Wende noch nicht verinnerlicht hat. Damit diskreditiert sie die in Artikel 22 der Verfassung des Freistaats Thüringen festgeschriebene Erziehungs- und Bildungsaufgabe, die Anerkennung der Demokratie und Freiheit zu fördern", so der Sprecher.

"Bei wem, wenn nicht vor allem bei unseren Kinder und Jugendlichen, muss das Demokratiebewusstsein noch weiter gefördert und somit das ´zarte Pflänzchen der Demokratie´ weiter gestärkt werden. Unser Hauptaugenmerk muss selbstverständlich auf der heranwachsenden Generation liegen. Kenntnisse über Demokratie werden unseren Schülern daher insbesondere in Unterricht und Schule vermittelt. Neben der Behandlung im Sozialkunde- und Geschichtsunterricht nimmt das Thema auch in anderen Fächern viel Raum ein. Durch den Besuch von Gedenkstätten und Museen, Zeitzeugengespräche sowie Projekte wird Demokratie über den Unterricht hinaus erlebbar gemacht. Einen weiteren wichtigen Beitrag zur Sicherung des Fortbestandes unseres demokratischen Gemeinwesens wird auch das ´Jahr der Demokratie´ leisten. Schwerpunkte werden dabei ein Demokratiewettbewerb, die Etablierung von Schülerparlamenten und die Direktwahl von Schülervertretungen sowie ein ´Demokratiekalender´ sein", erklärt der Sprecher.


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