Kultusministerium weist Vorwürfe der Grünen zurück

Bayern fördert die Kinder bestmöglich - unabhängig von ihrer sozialen Herkunft, weist das Bayerische Kultusministerium die heute von den Grünen erhobenen Vorwürfe zurück. Die Grünen hatten dabei ihre Vorwürfe, das Bayerische Schulwesen benachteilige Kinder aus sozial benachteiligten Familien, auf die Auswertung der der PISA-Ergebnisse von 2003 stützen wollen.

18.09.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Dabei schreiben die Wissenschaftler, die die PISA-Studie verfasst haben: Bayern gehört damit zu den Ländern, die "eine relativ schwache Kopplung von sozialer Herkunft und erreichter Kompetenz bei hohem Kompetenzniveau" aufweisen.

"Dies gilt auch für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund. Sie erzielen in Bayern bessere Leistungen als Migrantenkinder in sämtlichen anderen deutschen Ländern - mit positiven Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Fast jeder zweite bayerische Schulabgänger ausländischer Staatsangehörigkeit schafft den direkten Übertritt ins duale System. Im Bundesdurchschnitt ist es nur gut ein Viertel", betont Kultusminister Siegfried Schneider.

"Wir wollen aber die Chancen der Kinder mit Migrationshintergrund in Schule, Ausbildung und Beruf weiter erhöhen", so Kultusminister Schneider. Bayern setzt bei der Umsetzung dieser Zielsetzung auf die Förderung ihrer Sprachkenntnisse. So hat das Kultusministerium zum neuen Schuljahr die Anzahl der Stunden, in denen Kinder aus Migrantenfamilien in Deutsch im Vorschulalter unterrichtet werden, um 50 Prozent von 160 Stunden auf 240 Stunden erhöht. "Wir wollen damit die Chancen der Kinder mit Migrationshintergrund in Schule, Ausbildung und Beruf erhöhen", betont Kultusminister Siegfried Schneider. Allein im vergangenen Schuljahr stellte Bayern rund 750 Lehrerstellen zur Verfügung, um Kinder mit Migrationshintergrund sprachlich in Vorkursen, aber auch in Deutschförderklassen und -gruppen an den Grund- und weiterführenden Schulen zur Verfügung.

"Bayerns Schulwesen enthält Schülern keine Qualifikationsmöglichkeiten vor", so Kultusminister Schneider.

Die Durchlässigkeit innerhalb des Schulsystems hat Kultusminister Schneider ebenfalls stark ausgebaut. So bietet die Berufliche Oberschule ab diesem Schuljahr flächendeckend einen zweiten gleichwertigen Weg zum Abitur an. Auch können Absolventen der Meister- und Technikerschulen künftig ohne Eingangsprüfung ein Studium benachbarter Stoffgebiete an den Fachhochschulen aufnehmen.

Gegenwärtig werden rund 43 Prozent aller Hochschulzugangsberechtigungen auf dem beruflichen Weg in Bayern erworben.

Jeder Grundschüler bekommt ab dem neuen Schuljahr ein Übertrittszeugnis - unabhängig davon, ob Eltern dieses beantragen. Gemeinsam mit der Beratung, die ausgeweitet ist, ermöglicht diese Maßnahme, dass Eltern noch leichter als bisher die Talente ihrer Kinder erkennen zu können.

Der Forderung der Grünen nach einer Gemeinschaftsschule erteilt das Kultusministerium eine klare Absage. Das gegliederte Bildungswesen ermögliche eine sehr gute Förderung für alle Kinder mit ihren unterschiedlichen Begabungen.


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