"Kultusministerkonferenz unverzichtbar"
(bikl) "Die Kultusministerkonferenz ist [..]zur Wahrnehmung gesamtstaatlicher Verantwortung auch in Zukunft unverzichtbar." Diesen einstimmig gefassten Beschluss gab die KMK jetzt nach ihrer 307. Plenarsitzung im saarländischen Mettlach bekannt.
15.10.2004 ArtikelZu den Kernaufgaben der Kultusministerkonferenz gehörten Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung in Schule und Hochschule ebenso wie die Verantwortung für das Akkreditierungssystem von Studiengängen. Für die Vorbereitung und Umsetzung ihrer Beschlüsse benötige die Kultusministerkonferenz ein effizient arbeitendes Sekretariat, heißt es in dem Beschluss.
Die Ministerarbeitsgruppe zur Reform der KMK-Arbeit, die bereits Ende vergangenen Jahres eingesetzt wurde, wird wie geplant der Kultusministerkonferenz am 02. Dezember 2004 Vorschläge zur inhaltlichen und organisatorischen Gestaltung der Arbeit der Kultusministerkonferenz, sowie zur Organisation des Sekretariats unterbreiten. "Wir gehen davon aus, dass auf Basis dieser Vorschläge die weitere Arbeit des KMK-Sekretariats auf einer rechtlich eindeutigen Grundlage gesichert wird", sagte Ahnen.
Bereits gestern war bekannt geworden, dass die Kultusministerkonferenz einstimmig die Einrichtung eines "Rats für deutsche Rechtschreibung" beschlossen hatte. Das neue Gremium soll die Entwicklung der Rechtschreibung nach der Reform weiter beobachten und Änderungsvorschläge machen.
In dem Gremium werden vertreten sein: Institut für deutsche Sprache (2 Sitze), Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung (2 Sitze), Duden-Verlag (1 Sitz), Wissen Media Verlag/Wahrig-Wörterbuch (1 Sitz), Gesellschaft für deutsche Sprache (1 Sitz), Union der deutschen Akademien der Wissenschaften (1 Sitz), Börsenverein des deutschen Buchhandels (1 Sitz), VdS Bildungsmedien (1 Sitz), Deutscher Journalistenverband/Deutsche Journalistenunion (1 Sitz), Arbeitsgemeinschaft der deutschsprachigen Nachrichtenagenturen (1 Sitz), Bundesverband deutscher Zeitungsverleger (BDZV) (1 Sitz), Verband deutscher Zeitschriftenverleger e.V. (1 Sitz), PEN-Zentrum Deutschland (1 Sitz), Fachverband Deutsch im Deutschen Germanistenverband (1 Sitz), Symposium Deutschdidaktik (1 Sitz) und die Lehrerinnen- und Lehrerverbände in DGB und DBB (1 Sitz).
"Ich appelliere an alle Beteiligten, in den neuen Rat ihre Kompetenz einzubringen. Der Rat ist ein faires Angebot insbesondere an die Kritikerinnen und Kritiker, sich an der Weiterentwicklung der Rechtschreibung zu beteiligen", sagte die Präsidentin.
Außerdem beschloss die Kultusministerkonferenz bundesweit gültige Bildungsstandards für die Jahrgangsstufen 4 und 9 und stimmte der Vergabe des Gemeinsamen Bildungsberichts für Deutschland an ein Konsortium unter Führung des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) zu. Auf ihrer Sitzung befasste sich die KMK auch mit den Standards für die Lehrerbildung.
Zur 1. Vizepräsidentin hat die Kultusministerkonferenz die brandenburgische Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Prof. Dr. Johanna Wanka gewählt. Die Wahl war nach dem Ausscheiden des bisherigen 1. Vizepräsidenten, Minister Steffen Reiche, aus dem brandenburgischen Landeskabinett erforderlich geworden.
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