Kultusstaatssekretär Freller: "Unentbehrliche Kooperationspartner für Leseerziehung"

"Der Umgang mit Büchern und das Lesen sind elementare Kulturtechniken - eine unentbehrliche Grundlage für jeden Bildungsprozess, für jedes geistige Wachstum", unterstrich Kultusstaatssekretär Karl Freller heute bei der Vorstellung des Gütesiegels "Bibliotheken � Partner der Schulen" in der Gemeinde- und Schulbibliothek Oberhaching. Der erste Kontakt eines jungen Menschen mit einer Bibliothek sei deshalb auch immer ein kulturell bedeutsames Ereignis. Als "Verbündete bei der Leseerziehung" seien die Bibliotheken den Schulen unentbehrliche Kooperationspartner, so Freller.

15.03.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Neben zahlreichen Initiativen wie Lesenächten oder Autorenlesungen beziehen Schulbibliotheken zunehmend auch neue Medien in ihre Arbeit mit ein: "Immer mehr entwickeln sie sich zu Informations- und Medienzentren." Dies müsse, betonte der Staatssekretär, keinesfalls zu einer Schwächung der Lesekultur führen. "Im Gegenteil: Nirgendwo anders als in einem recht verstandenen Medienunterricht wird deutlicher sichtbar, dass Lesekompetenz die entscheidende Voraussetzung für die effiziente Nutzung auch der neuen Medien ist."

Das Staatsministerium für Unterricht und Kultus und das Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst werden künftig die bereits bestehende Zusammenarbeit zwischen den Schulbibliotheken und den öffentlichen Bibliotheken auf eine feste Grundlage stellen. Um hierfür eine solide Basis zu schaffen, werden die Rahmenbedingungen dieser Kooperation nun in einer interministeriellen Vereinbarung beschrieben.

Das neu eingeführte Gütesiegel, soll � parallel zu dem bereits 2002 eingeführten Gütesiegel für Buchhandlungen - öffentlichen Bibliotheken einen Anreiz geben, die Schulen noch mehr in ihre Arbeit einzubeziehen. Ausgezeichnet werden damit öffentliche Bibliotheken, die sich in ganz besonderer Weise als "Partner der Schulen" erwiesen haben. Bibliotheken können sich selbst bewerben oder auch von Schulen und Kindergärten vorgeschlagen werden. Eine Jury aus Vertretern der Landesfachstelle der Bayerischen Staatsbibliothek, des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung und des St. Michaelsbundes wird das Qualitätssiegel künftig jährlich vergeben. Die erste Preisverleihung erfolgt im Herbst 2006.


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