Land hat bereits Maßnahmen gegen Schulabbruch und zur Vorbeugung gegen Nichtversetzungen eingeleitet

Angesichts einer offenbar ihres Zusammenhangs entrissenen Meldung verwies Kultusminister Olbertz heute nochmals auf bereits durchgeführte und für das kommende Schuljahr eingeleitete Maßnahmen, um die zu hohe Zahl von Schulabbrechern zu senken. "Bereits ab dem Schuljahr 2003/04 haben wir an den Sekundarschulen den Unterricht in Kernfächern durch mehr Stunden gestärkt. Für Förderstunden und andere Angebote haben wir den Schulen einen Stundenpool zugewiesen, den sie eigenverantwortlich einsetzen können. Unterricht in Lernbereichen, Stärkung des Wahlpflichtbereiches und der Berufsorientierung waren weitere wichtige Punkte."

02.02.2006 Sachsen-Anhalt Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

Der Anteil der Schulabbrecher konnte so im letzten Schuljahr erstmals seit langem gesenkt werden: an der Sekundarschule von 11 % auf 8,6 %. "Damit sind wir auf dem richtigen Weg, aber bei weitem noch nicht am Ziel," erklärte Olbertz.

Im Schuljahr 2006/07 werden die Sekundarschulen mehr Stunden für ihre Arbeit erhalten:

Im Pflichtstundenbereich kommt es zu einer Erhöhung der Stundentafel:

  • in der 5. Klasse eine Stunde für Lernmethoden,
  • in der 6. Klasse eine Stunde für die Kernfächer,
  • in den Schuljahrgängen 7 bis 9 im Hauptschulbereich je eine Stunde für den Lernbereiche Wirtschaft/Technik/Hauswirtschaft und im Realschulbereich für die Kernfächer.
  • Zusätzlich wird im Realschulbereich in den Klassen 7 und 8 eine weitere Stunde für den Lernbereich Wirtschaft/Technik/Hauswirtschaft eingeführt.
  • Der 10. Schuljahrgang erhält zwei zusätzliche Stunden, eine für die Kernfächer und eine für den Lernbereich Wirtschaft/Technik/Hauswirtschaft

Auch der Pool für Förderstunden (bislang in den Schuljahrgängen 5 und 6) wird ausgeweitet: für die Klassen 7-9 um eine Stunde und für den 10. Schuljahrgang um zwei Stunden.

Das Produktive Lernen, das sich mit seinem umfangreichen Praxisanteil an Schülerinnen und Schüler wendet, die sonst die Schule ohne Abschluss zu verlassen drohen, wird in Sachsen-Anhalt seit diesem Schuljahr an 21 Schulen angeboten und kann im kommenden Schuljahr rd. 840 Schüler angeboten werden.

Außerdem werden Lehrerinnen und Lehrer für die Beratung bei Problemen der Schulverweigerung und des Schulversagens qualifiziert.


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