Landessieger des "Bundeswettbewerbs Fremdsprachen" im Stuttgarter Hegel-Gymnasium gekürt

Bei der ersten baden-württembergischen Landespreisverleihung wurden am Donnerstag (2. Juni) die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I für ihre Leistungen beim "Bundeswettbewerb Fremdsprachen" im Hegel-Gymnasium in Stuttgart-Vaihingen ausgezeichnet. Seit 1995 beteiligen sich die Jugendlichen aus Baden-Württemberg mit regem Zuspruch an dem bundesweiten Wettbewerb.

02.06.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Beim jährlich stattfindenden "Bundeswettbewerb Fremdsprachen" können junge Sprachtalente der Klassen 8-10 in insgesamt zwölf Fremdsprachen gegeneinander antreten und müssen sich im Einzelwettbewerb sieben Aufgabenteilen stellen: Hörverstehen, kreatives Schreiben, Landeskunde, Leseverstehen, Wortergänzung, freies Sprechen und Lesen. In Latein müssen die Schülerinnen und Schüler zusätzlich einen Text übersetzen. Dabei gehen die sprachlichen Anforderungen weit über die des schulischen Unterrichts hinaus.

Die sprachinteressierten Schülerinnen und Schüler können sowohl einzeln als auch in der Gruppe beim Fremdsprachenwettbewerb antreten. Das Ziel des Gruppenwettbewerbs ist es, gemeinschaftlich eine fremdsprachliche Produktion in Form eines Videos, eines Theaterstücks oder eines Hörspiels auf die Beine zu stellen. Hierzu sind die Klassenteams der Jahrgangsstufen 6-10 aufgerufen.

Die Gewinner der Wettbewerbe auf Landesebene treffen einmal im Jahr bei einem Sprachenturnier zusammen, um sich mit den Teilnehmern aus ganz Deutschland zu messen. Die ersten Landespreisträger im Einzelwettbewerb werden im September beim bundesweiten Sprachenturnier in Soest (Nordrhein-Westfalen) für Baden-Württemberg antreten. Die drei ersten Landessieger des Gruppenwettbewerbs werden noch in diesem Monat nach Potsdam reisen und dort Baden-Württemberg beim Sprachenfest vertreten.

Der Vertreter des Kultusministeriums, Ministerialdirigent Konrad Horstmann, würdigte den Wettbewerb als "wichtigen Beitrag zur Förderung der fremdsprachlichen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler in ganz Deutschland. Mit diesem Wettbewerb soll dazu ermuntert werden, sich innerhalb und außerhalb der Schule verstärkt mit Fremdsprachen zu beschäftigen." Das Kultusministerium lege den Schwerpunkt bei diesem Wettbewerb nicht auf die großflächige Förderung von fremdsprachlich interessierten Jugendlichen, sondern betrachte ihn als Begabtenwettbewerb, so Horstmann weiter. Baden-Württemberg sei im Verhältnis zu den Teilnehmerzahlen mit überdurchschnittlich vielen Preisträgerinnen und Preisträgern vertreten.

Horstmann betonte, dass der "Bundeswettbewerb Fremdsprachen" eng mit den Bildungsplänen der baden-württembergischen Schulen verflochten sei: "Die Aufgaben des Wettbewerbs, wie zum Beispiel freies Sprechen und Hörverstehen, haben wegen ihres innovativen Charakters Eingang in die schulischen Lehrpläne gefunden." In den projektorientierten Arbeiten des Gruppenwettbewerbs seien neben den sprachlichen Kompetenzen auch Teamfähigkeit und soziales Lernen sowie kreative und auch organisatorische Fertigkeiten gefragt, sagte Konrad Horstmann. Daher sei es auch Ziel der neuen Bildungspläne, diese notwendigen Kompetenzen zu erwerben.

Als Anerkennung bekommen die Sieger Sprachreisen und Geldpreise: Die Gruppen, die mit dem ersten Landespreis ausgezeichnet wurden erhalten 350 Euro, im Einzelwettbewerb erhalten die ersten Landessieger 150 Euro, die zweiten 100 Euro und die dritten erhalten ein Abonnement einer Sprachenzeitschrift.

Anhang:

Liste der Landespreisträger 2005 in der Sekundarstufe I (im .pdf-Format)


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