Lebenschancen von Kindern und Jugendlichen aus sozialen Brennpunkten verbessern

''Kinder und Jugendliche in benachteiligten Stadtteilen sind in mehrfacher Hinsicht benachteiligt, was ihre Entwicklungschancen angeht: Sie haben einen eingeschränkten Zugange zu Bildung und Ausbildung, zu öffentlichen Gütern und sie erleben Diskriminierung und Gewalt. Wir müssen deshalb alles dafür tun, die Lebenschancen dieser jungen Menschen zu verbessern.'' Das sagte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Marieluise Beck, heute bei der Eröffnung der Europäischen Fachkonferenz ''Integrierte Strategien für Kinder und Jugendliche in benachteiligten Stadtteilen'' in Berlin.

24.11.2004 Pressemeldung Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Im Rahmen der Konferenz treffen sich über 160 kommunale Fachvertreter und -vertreterinnen aus 18 europäischen Ländern, um über die Lebenssituation von jungen Menschen in sozialen Brennpunkten zu diskutieren. Ziel der Konferenz, die vom 23. bis zum 25. November 2004 in Berlin stattfindet, ist es, Praxiserfahrungen und Ideen von deutschen und europäischen Kommunen und Städten zu sammeln und auszutauschen. Außerdem soll ein Blick auf innovative Strategien zur sozialen Eingliederung über nationale Grenzen hinweg gerichtet werden.

''Es ist höchste Zeit zu handeln und lokalen Politikansätzen zur Verbesserung der Chancen von Kindern und Jugendlichen auf der europäischen Agenda eine größere Bedeutung einzuräumen'', so die Parlamentarische Staatssekretärin Marieluise Beck. ''Es ist wichtig, dass wir uns über die Erfahrungen, die Fachleute, Organisationen und Politiker in ganz Europa gemacht haben, und die Konzepte, die sie daraus entwickelt haben, austauschen und damit vielfältige und individuelle Lösungsmöglichkeiten finden.''

Die Konferenz ist der Auftakt für den so genannten ''Berlin-Prozess/Die soziale Stadt für Kinder und Jugendliche''. Damit wird ein europaweiter Austausch angestoßen, der abwechselnd von den europäischen Ländern organisiert werden soll. Im Mittelpunkt stehen dabei vier zentrale Zukunftsthemen: ''Lebenskompetenz'', ''Einwanderung und Interkulturalität'', ''Steuerungsstrategien und lokale soziale Entwicklungskonzepte'' sowie die ''Stärkung der Zivilgesellschaft und Partizipation''.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat im Sommer 2002 die Programmplattform E&C (''Entwicklung und Chancen junger Menschen in sozialen Brennpunkten'') ins Leben gerufen. Die Plattform ergänzt das Bund-Länder-Programm ''Die Soziale Stadt - Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf'' und will Angebote, Programme und Strukturen für junge Menschen vernetzen, um ihre soziale und berufliche Integration zu fördern. So organisiert E&C zum Beispiel einen Erfahrungsaustausch auf den Ebenen Bund, Länder, Kommunen und Stadtteile und bietet einen bundesweiten fachlichen Diskurs zur Weiterentwicklung/Reform der sozialen Dienste an.

Weitere Informationen zu der Konferenz und zu der Programmplattform E&C finden Sie im Internet unter www.eundc.de und www.sozialestadt.de.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden