Studie

Lehrkräfte brauchen Entlastung

Eine Studie der DAK bringt es an den Tag: Der Schulalltag unter Corona-Bedingungen führt zu Mehrarbeit und gesundheitsgefährdenden Belastungen. Jede vierte Lehrkraft zeigt Burnout-Symptome. Die Bildungsgewerkschaft GEW NRW ist alarmiert und fordert unverzüglich umfassende Entlastungsmaßnahmen in den Schulen.

27.11.2020 Bundesweit, Nordrhein-Westfalen Pressemeldung GEW Nordrhein-Westfalen
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Die Arbeitssituation der Lehrkräfte muss dringend auf die Tagesordnung der Landesregierung, ein „Weiter so“ in den Schulen darf es nicht geben.

„Die Zahlen sind besorgniserregend. Schule unter Corona ist ein harter Job. Dem muss endlich Rechnung getragen werden. Reduzierung von Mehrarbeit ist effektiver Gesundheitsschutz. Die Schulen brauchen personelle Verstärkung, die Lehrkräfte dringend Entlastung, sonst ist Schlimmes zu befürchten“, reagierte GEW-Landesvorsitzende Maike Finnern auf die IFT-Studie im Auftrag der DAK, für die im Oktober 2300 Lehrkräfte aus NRW befragt wurden. Demnach gab ein Drittel der Lehrkräfte an, aufgrund der Pandemiesituation Angst zu haben zur Schule zu gehen. Für 90% der Befragten sei das Unterrichten deutlich schwerer geworden und führe bei 84% zu Mehrarbeit. Zwei von drei Befragten gaben an, sich seit Corona größere Sorgen um die eigene Gesundheit zu machen. Die Situation an den Schulen habe sich, so Finnern Rückmeldungen aus den Kollegien zufolge, im November sicherlich noch einmal deutlich verschärft. 

Die GEW NRW hat in einem jüngst veröffentlichten Papier umfassende Maßnahmen aufgeführt, um Schulen in der Pandemie krisenfest zu machen. Eine der vordringlichen Forderungen ist eine umfassende personelle Verstärkung der Schulen. GEW-Landesvorsitzende Maike Finnern: „Alltagshelfer*innen können die Schulen beim Infektionsschutz unterstützen. Ganz dringlich ist die kurzfristige Einstellung von Hilfskräften. Auch Lehramtsstudierende und Kulturschaffende können jetzt konkrete Unterstützung leisten und dazu beitragen, Arbeitsbelastung in den Kollegien zu reduzieren.“

Abschließend stellte GEW-Landesvorsitzende Maike Finnern fest: „Die Lage ist riskant. Offensichtlich ist es mit dem Gesundheitsschutz nicht so weit her. Die Landesregierung muss sich ein klares Bild machen und jetzt handeln.“ 


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