"Leistungsfähige Schulen mit zeitgemäßer Bildungsidee"

Die bayerische Realschule war Schwerpunktthema der Bildungskonferenz am heutigen Donnerstag, 26.06., in Neumarkt in der Oberpfalz. Staatssekretär Bernd Sibler, der gemeinsam mit Staatsminister Siegfried Schneider auf insgesamt acht Bildungskonferenzen vor Ort für die Fragen der Eltern, Lehrkräfte und Schüler zu Bildungsthemen zur Verfügung steht, bestätigte die hohe Beliebtheit der Realschule in Bayern: "Die Realschule ist eine leistungsfähige Schulart - mit einer besonderen, zeitgemäßen Bildungsidee. Die Schülerzahlen an den Realschulen sind seit dem Jahr 2000 um 40% gestiegen."

27.06.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Schülerinnen und Schüler individuell fördern

Kultusstaatssekretär Sibler verwies auf die zahlreichen Möglichkeiten der individuellen Förderung, die in den letzten Jahren für die Realschulen auf den Weg gebracht worden seien. Dabei sei es ihm besonders wichtig, dass die schwächeren Schüler, aber auch die leistungsfähigen und besonders motivierten auf ihre Kosten kommen. Mit den Formen des Ergänzungsunterrichts und des Förderunterrichts leiste die Realschule eine Art der Unterstützung, die bei den Kindern mit Schwierigkeiten beim Lernen gut ankomme. Die Zahl der Schüler, die eine Klasse wiederholen mussten, konnte so in den letzten Jahren um die Hälfte reduziert werden.

In besonderen Talentklassen, die momentan in einem Modellversuch erprobt werden, bietet sich für die besonders begabten Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, ein Jahr früher als gewöhnlich den Realschulabschluss zu erreichen.

Steigende Referendarzahlen - verbesserte Unterrichtsversorgung

Eine positive Trendwende zeichnet sich bei der Unterrichtsversorgung ab. Diese war vor allem in den vergangenen Jahren nicht in allen Fächern günstig, da zum Teil nicht genügend Bewerber für die angebotenen Stellen zur Verfügung standen. Inzwischen sind die Referendarzahlen insgesamt erheblich angestiegen - im Jahr 2008/09 ist ein Zuwachs von 40% im Vergleich zum Vorjahr zu erwarten. 17 neue Seminarschulen werden für die Referendars-Ausbildung im kommenden Schuljahr zur Verfügung stehen. Darüber hinaus werden 324 Stellen an Bayerns Schulen zusätzlich eingesetzt, um kleinere Klassen zu bilden.

"Wir wollen eine kraftvolle Realschule in einem vielfältig gegliederten Schulwesen, in dem alle Säulen stark sind", fasste Sibler zusammen.

"Unser Schulsystem ist durchlässig"

"Im kommenden Schuljahr können Schülerinnen und Schüler in Bayern flächendeckend über die Berufliche Oberschule die fachgebundene und allgemeine Hochschulreife erwerben", informierte Staatssekretär Sibler. Die Möglichkeit für jeden Meister und Techniker, an einer Fachhochschule studieren zu können, unterstreicht die Gleichwertigkeit allgemeiner und beruflicher Bildung.

"Wir brauchen eine konsequente Werteerziehung"

Fundiertes Wissen und Grundkompetenzen zu erwerben, dies sei die eine Seite von Schule in Bayern, so Sibler. Aber die Schule beschränke sich nicht darauf. Der Anspruch der Bayerischen Verfassung auf ganzheitliche Bildung stehe im Mittelpunkt der Arbeit mit Schülern: "Die Schulen sollen nicht nur Wissen und Können vermitteln, sondern auch Herz und Charakter bilden" (Art 131 Bayer. Verfassung). "Das Schulleben ist ein Übungsfeld für gesellschaftliches Leben. Wir brauchen hier eine Werteerziehung, die den Kindern Orientierungsmöglichkeit bietet. Die Initiative "Werte machen stark", die an bayerischen Schulen aller Schularten umgesetzt werde, sei ein wichtiger Baustein, um Schüler als Persönlichkeiten mit stabilem Wertesystem ins Leben zu schicken, so der Staatssekretär.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden