GEW Sachsen-Anhalt

Lippmann: "Erfolg hat viele Mütter!"

"Das sehr gute Abschneiden der Schülerinnen und Schüler aus Sachsen-Anhalts Grundschulen ist vor allem der guten Arbeit der Lehrerinnen und pädagogischen Mitarbeiterinnen an den Grund- und Förderschulen aber auch den Erzieherinnen an den Kindertageseinrichtungen des Landes zu verdanken. Die GEW gratuliert allen Pädagoginnen und natürlich den Schülerinnen und Schülern zu diesem großen Erfolg. Der erreichte Erfolg hat gewissermaßen viele Mütter", sagte der Landesvorsitzende der GEW, Thomas Lippmann, als Reaktion auf die Veröffentlichung der bundesweiten Untersuchung der Lernleistungen von Grundschülern.

05.10.2012 Pressemeldung GEW Sachsen-Anhalt

Investitionen in die Bildung zahlen sich aus! Entgegen der immer wieder geäußerten Skepsis, dass das teure System der Kinderbetreuung in Sachsen-Anhalt sowie die gute Schüler-Lehrer-Relation und der flächendeckende Einsatz pädagogischer Mitarbeiterinnen in den Grundschulen "überhaupt etwas bringe", zeige sich nun, dass "unter guten Bedingungen auch gute Ergebnisse erreicht werden". So bilanziert Lippmann die Bildungspolitik im Elementar- und Primarbereich, an der auch die GEW durch ihre bildungspolitische Arbeit und durch eine Vielzahl beschäftigungssichernder Tarifverträge beteiligt war.

Trotz schwieriger Ausgangsbedingungen in den östlichen Bundesländern durch die massiven Veränderungen der zurückliegenden Jahre und die damit verbundenen hohen Belastungen für die Kinder und Pädagogen konnte das Bildungsniveau der westlichen Bundesländer nicht nur erreicht, sondern deutlich überflügelt werden. "Hierin liegt das wesentliche Potential für die künftige Entwicklung in Ostdeutschland", sagte er.

"Allerding ist die aktuelle Politik gerade dabei, diesen Erfolg zu verspielen. Die GEW warnt davor, durch den geplanten massiven Stellenabbau bei den Lehrkräften und den Verzicht auf den Einsatz pädagogischer Mitarbeiterinnen das Unterrichtsangebot einzuschränken und durch weitere Schließungen von Grundschulen die Schulwege für immer mehr Kinder zu verlängern.", sagte Lippmann mit Blick auf die kurzsichtigen Planungsvorgaben aus dem Personalentwicklungskonzept der Landesregierung.

Die Politik sei vielmehr gefordert, dafür zu sorgen, dass dieser Erfolg der Jüngsten nun auch an den weiterführenden Schulen, in der beruflichen Ausbildung sowie an den Hochschulen fortgeführt werden könne.

Nur eine solche Entwicklung sei nachhaltig und könne das Land dauerhaft auf die Erfolgsspur bringen. "Nicht die Reduzierung der Bildungsausgaben sondern die Stabilisierung der Einnahmen durch eine Steigerung der Bildungsleistungen ist das Gebot der Stunde", appelliert Lippmann erneut an die Vernunft der Landespolitiker.

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