Safer Internet Day

Medien machen Schule: Mediennutzung sicher und kompetent in Schule und Elternhaus

Soziale Netzwerke, Datenschutz, Abzocke im Internet oder Urheberrechte – beim Nutzen der modernen Medien tauchen viele Fragen auf. Alle Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen des Max-Planck-Gymnasiums, Lehrkräfte und Eltern erhielten einen ganzen Tag lang in Workshops, auf einer Lehrerfortbildung und auf einem Elternabend heute (11. Februar) am Safer Internet Day fachkundige Antworten von Vertreterinnen und Vertretern der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein e.V. (VZSH), dem Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH), dem Landespolizeiamt (LPA) und dem Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz (ULD). Die vier Kooperationspartner wollen durch das Projekt Medien machen Schule - Mediennutzung sicher und kompetent in Schule und Elternhaus die Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Eltern stärken.

11.02.2014 Pressemeldung Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen IQSH

Die Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein (MA HSH) fördert in diesem Rahmen die Projektarbeit der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein "Nur dadurch ist es uns in diesem Jahr möglich, die verbraucherrelevanten Themen in der Kooperation zu vertreten" sagte Stefan Bock, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein e.V. "Wir freuen uns, unsere Erfahrungen aus Beratungen und Marktbeobachtungen einbringen zu können," so Bock weiter. "Das besondere an unserer Zusammenarbeit ist, dass wir die vielfältigen Fragen aus unterschiedlichen fachkundigen Blickwinkeln beleuchten können."

"Die neuen Medien und das Web2.0 eröffnen Lehrkräften qualitativ neue und sinnvolle Möglichkeiten der Interaktion, Simulation und Variation von Verfahren im Fachunterricht", ist Dr. Thomas Riecke-Baulecke, Direktor des Instituts für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH), überzeugt. Doch wie jedes Medium sei auch das Web2.0 nicht allein segensreich. Die neuen Medien seien daher zuallererst eine Herausforderung an die Profession ,Lehrer`, sich in diesem Bereich gut auszukennen und auf der Höhe der Zeit zu befinden. "Wir wollen auch, dass Schülerinnen und Schüler die fundamentalen Unterschiede zwischen realer und digitaler Welt verstehen und lernen, sowohl mit der Faszination als auch den Problemen der künstlichen Welt umzugehen", sagte Riecke-Baulecke. Dieses Kooperationsprojekt sei daher ein wertvoller Baustein innerhalb des Maßnahmenpaktes des IQSH zur Intensivierung der schulischen Medienbildung in der Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte, führte Riecke-Baulecke aus. Mit dieser Zusammenarbeit setze das IQSH zudem den Kultusministerkonferenzbeschluss von 2012 um, der eine verstärkte Zusammenarbeit mit außerschulischen Kooperationspartnern in der schulischen Medienbildung vorsehe.

"Die Max-Planck-Schule hat bereits vor vielen Jahren als eine der ersten Schulen in Schleswig-Holstein eine Homepage mit interaktiven Funktionen, z. B. sogenannten "virtuellen Klassenzimmern" eingerichtet. Diese werden im Unterricht und für die Arbeit zu Hause genutzt. Die zeitgemäße Weiterentwicklung für Smartphones hat nun durch die Einführung einer MPS-App eine gelungene Fortsetzung erfahren. Die Gefahren im Internet müssen allen Beteiligten jedoch klar sein. Daher hat die Schule auf Initiative unserer Präventions-AG diese wichtige Veranstaltung sehr gerne durchgeführt", sagte Schulleiter Jens-Peter Meißner.

Unter dem Motto Herausforderung Internet informierte die Verbraucherzentrale über Verträge im Internet, Abzocke, Kostenfallen und Urheberrechte. Viele Menschen nutzen das Internet und seine Dienste mit dem Smartphone. Deshalb ging es auch um die verantwortungsvolle Nutzung von Apps und darum, welche Gegenleistung vermeintlich kostenfreie Apps in der Regel verlangen. Unter dem Titel Entscheide Du - sonst tun es andere für Dich! informierte das ULD über Internet und Datenschutz: Risiken von Facebook, WhatsApp, Snapchat etc. und gab Tipps zum richtigen Umgang. Das Landespolizeiamt informierte zum Themenkomplex Schutz vor Kriminalität rund ums Internet. Die polizeiliche Präventionsarbeit unterstützt den Erziehungsauftrag von Elternhaus, Kindergarten und Schule. Die Förderung der Medienkompetenz bei Jugendlichen hat viele thematische Schnittstellen zu dem Thema Jugendkriminalität und Jugendschutz, gerade im Hinblick auf die Nutzung sozialer Netzwerke. In Ergänzung zum Schulunterricht leistet die Polizei einen Beitrag zur Erhöhung des Normenbewusstseins der Schülerinnen und Schüler und informiert über die Vorbeugung von Straftaten und Hilfsangebote.

Hintergrundinformationen

Zu Medien machen Schule: Mediennutzung sicher und kompetent in Schule und Elternhaus und dem Angebot der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein in dieser Kooperation.

Alle interessierten Schulen können sich für Medien machen Schule direkt in dem Online-Fortbildungsbuchungssystem des IQSH, Formix, anmelden:

Formix.info/ITF0154

Die Welt der neuen Medien wird immer komplexer. Die vielfältigen Fragen werden deshalb aus unterschiedlichen fachkundigen Blickwinkeln beleuchtet. Folgende Module können gebucht werden:

  • Vormittags: Workshops für Schüler
  • Nachmittags: Fortbildung für Lehrkräfte unter Einbeziehung des IQSH/LI (je nach Bedarf in einer gemeinsamen Veranstaltung oder in parallel laufenden Workshops, Information und ausgewählte Beispiele für den Unterricht)
  • Abends: Informationsveranstaltung und moderierte Diskussion für Eltern

Sowohl die Anmeldung für einen ganzen Tag, als auch die Buchung einzelner Module ist möglich.

Mit folgenden Inhalten beschäftigen sich die Projektpartner in den Schülerworkshops, der Lehrerfortbildung und während des Elternabends:

Herausforderung Internet

Die Verbraucherzentrale informiert über Verträge im Internet, Abzocke, Kostenfallen und Urheberrechte. Viele Menschen nutzen das Internet und seine Dienste mit dem Smartphone. Deshalb geht es auch um die verantwortungsvolle Nutzung von Apps und darum, welche Gegenleistung vermeintlich kostenfreie Apps in der Regel verlangen.

Entscheide Du - sonst tun es andere für Dich!

Das ULD informiert über Internet und Datenschutz: Risiken von Facebook, WhatsApp, Snapchat etc. und Tipps zum richtigen Umgang."

Schutz vor Kriminalität rund ums Internet

Die polizeiliche Präventionsarbeit unterstützt den Erziehungsauftrag von Elternhaus, Kindergarten und Schule. Die Förderung der Medienkompetenz bei Jugendlichen hat viele thematische Schnittstellen zu dem Thema Jugendkriminalität und Jugendschutz, gerade im Hinblick auf die Nutzung sozialer Netzwerke. In Ergänzung zum Schulunterricht leistet die Polizei einen Beitrag zur Erhöhung des Normenbewusstseins der Schülerinnen und Schüler und informiert über die Vorbeugung von Straftaten und Hilfsangebote.

Die Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein (MA HSH) fördert die gemeinschaftliche Projektarbeit der beiden Verbraucherzentralen Hamburg und Schleswig-Holstein. Aufgrund der unterschiedlichen Rahmenbedingungen in HH und SH weichen die konkreten Maßnahmen jedoch voneinander ab. Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein e.V. ist, wie Medien machen Schule: Mediennutzung sicher und kompetent in Schule und Elternhaus zeigt, bereits gut vernetzt und rechnet sofort mit einer großen Nachfrage an Veranstaltungen in Schulen. In Hamburg ist die notwendige Vernetzung erst herzustellen.

Die zunächst bewilligten Mittel für das Jahr 2014 dienen dem Projektstart. Die Verbraucherzentralen rechnen jedoch damit, dass die Nachfrage letztlich die zunächst angedachten Maßnahmen (ca. 10 in Schleswig-Holstein) weit übersteigen wird. "Das würde uns freuen" sagte Stefan Bock. "Wir planen deshalb schon jetzt, weitere Mittel zu beantragen."


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